Forschung im Feld der Kunstpädagogik und Kunstdidaktik bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst, Vermittlung und Schule, sie bezieht sich zugleich auf Theorie und Praxis. Ästhetische Erfahrungen, die kunstpädagogischen Bildungsprozessen zugrunde liegen, entfalten sich im Wechselspiel zwischen Sichtbarkeit, Unsichtbarkeit und Sichtbarmachung. Nicht selten entzieht sich der Forschungsgegenstand ins Unverfügbare – oder schlägt sich in unvorhersehbaren Ereignissen nieder. 

Welche Potenziale bieten temporäre, lokale Ausstellungen und Biennalen wie die documenta und Manifesta für Diskurse rund um kunstpädagogische Bildungsprozesse? Welche kunstnahen Praktiken und Modi des Zeigens von Kunst können zugleich subjektive Zugänge ermöglichen und ästhetische Prozesse provozieren? Welche Rolle spielen die eigene Situierung, die institutionelle Rahmung und die Aspekte Raum, Materialität und Medialität im kuratorischen und vermittlerischen Prozess? Wie bedingen sie sich? Das Seminar befasst sich mit den spezifischen Herausforderungen, Widersprüchen, Potenzialen und Zugängen der Forschung im Feld der Kunstpädagogik am Beispiel der Manifesta 16 Ruhr und nimmt insbesondere kunstnahe Forschungs- und Vermittlungsansätze in den Fokus.

Die Lehrveranstaltung ist inhaltlich verknüpft mit einem Seminar von Eva-Maria Gillich des Studiengangs Bild- und Kunstgeschichte der Universität Bielefeld. Durch gemeinsame Exkursionen, Erprobungen von Vermittlungsansätzen und Raum für Diskussion und Reflexion ist ein enger Austausch unter den Studierenden vorgesehen. 

Die Teilnehmenden entwickeln im Rahmen des Seminars eigene Vermittlungs- und Forschungsansätze zu Vermittlungsansätzen von Kunst, die gemeinsam erprobt und theoriegeleitet diskutiert werden.

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