Unsere geschichtswissenschaftlichen Texte beruhen auf Quellen. Das bedeutet, das wir von jenen Akteuren und Episoden, von denen uns keine Überlieferung bekannt ist, nur schwer berichten können. Wie gehen wir mit diesen Leerstellen um? In der Übung wollen wir uns mit der Debatte über das „Schweigen der Archive“ beschäftigen und verschiedene Ansätze in den Blick nehmen, mit denen Historiker:innen, Literaturwissenschaftler:innen, Künstler:innen und Ausstellungsmacher:innen versucht haben, der „violence of the archives“ (Saidiya Hartman) etwas entgegenzusetzen. Die Diskussion berührt grundsätzliche Fragen nach den Grenzen der geschichtswissenschaftlichen Methodik und gängigen Grenzziehungen zwischen Wissenschaft und Kunst.
- begleitende Lehrperson: Anna Katharina Bayer
- verantwortliche Lehrperson: Laetitia Dorothea Melanie Lenel