Am 15. März 1921 kam es in Berlin zu einer Gewalttat auf offener Straße. Auf der Charlottenburger Hardenbergstraße erschoss der Armenier Soghomon Tehlirian den vormaligen osmanischen Innenminister Talât Pascha, einen der Hauptverantwortlichen für den Völkermord an den Armeniern. Deutschland als Verbündeter des Osmanischen Reiches war in diese Gräueltaten tief verstrickt. Tehlirian wird in Berlin des Mordes angeklagt – und freigesprochen.
Die Übung betrachtet die motivgebenden Massaker im Ersten Weltkrieg, den Verlauf der Tat und des Prozesses sowie die anschließende völkerrechtliche Diskussion und Entwicklung. Hierbei soll auch die sechsteilige Podcast-Reihe „Gewalt und Gerechtigkeit“ thematisiert und diskutiert werden, ob und wann diese Art von Vermittlung historischer Inhalte Sinn macht.
- verantwortliche Lehrperson: Arno Barth