Quellen-Übung: Philipp Witkop (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, Berlin/Leipzig 1918(Mi 10-12 Uhr; Raum R11 T04 C84)

Der Germanist und Literaturwissenschaftler Philip Witkop stellte während des Ersten Weltkriegs eine Edition der Kriegsbriefe gefallener Studenten zusammen. Sie sollte damals den Opfertod junger Männer aus dem akademischen Milieu würdigen, die die Nation und ihre Verpflichtung dieser gegenüber über alles stellten. Das Buch entwickelte sich zum Beststeller. Später wurde die Sammlung als Indiz für eine Mythenbildung hinsichtlich des Ersten Weltkriegs begriffen, die gerade im studentischen Freiwilligen die gelungene Verkörperung der Verbindung von „Leier und Schwert“ erblickte, von Bildung und vaterländischer Verpflichtung. Der Stilisierung selbst wird die Lektüre-Übung ebenso nachgehen wie deren späterer Dekonstruktion.

Literatur: Philipp Witkop, Kriegsbriefe gefallener Studenten, Leipzig 1918.

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