Kunst am Bau ist vielfach unsichtbar – und zugleich stets präsent. Sie findet sich in unterschiedlichen Einrichtungen der staatlichen Infrastruktur – etwa in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten, in Polizeiwachen und Gerichten, in Rathäusern, Ministerien, Bahnhöfen, U-Bahnstationen und Krankenhäusern. Die meisten Werke werden dabei zwar als Teil des baulichen Umfelds wahrgenommen, ihr künstlerisches Potenzial jedoch wird häufig übersehen. Damit geht einher, dass einige Werke, etwa im Zuge von Sanierung oder Umgestaltung, verändert oder überschrieben wurden. Dies gilt auch für jene Schulbauten in der Stadt Mülheim, die im Fokus des hier angebotenen forschungsorientierten Workshops stehen. Der Workshop ist in das Lehr-, Forschungs- und Vermittlungsprojekt „Die Schule als Museum“ eingebunden, das von Sebastian Freytag und Kerstin Meincke (UDE) und Barbara Walter (Kunstmuseum Museum) konzipiert wurde. Anhand ausgewählter Schulen und darin befindlicher Kunst am Bau-Projekte sollen die Teilnehmenden – Studierende der Kunstwissenschaft und Kunstpraxis – im Zuge des Sommersemesters neue kunstwissenschaftliche und künstlerische Perspektiven auf die historische, ästhetische und gesellschaftliche Bedeutung von Kunst am Bau und Ideen für die Neupositionierung und Vermittlung ausgewählter Werke entwickeln. Es ist geplant, die Studierendenprojekte in einer Ausstellung im Kunstmuseum Mülheim öffentlich zu präsentieren.

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