Das Begleitseminar zum Berufsfeldpraktikum Kunst im Wintersemester 2026/27 bietet Studierenden theoretische und praxisnahe Zugänge, um ihre Erfahrungen im jeweiligen (außerschulischen) Praxisfeld differenziert zu reflektieren und im Austausch mit anderen weiterzuentwickeln. Im Zentrum steht die Frage, wie Vermittlungsarbeit im kulturellen Feld wahrgenommen, gestaltet und im Hinblick auf schulische Kontexte befragt werden kann. Das Praktikum findet in außerschulischen, bildungsorientierten Einrichtungen statt und ermöglicht Einblicke in unterschiedliche Arbeitsfelder der Kunstvermittlung. Die Übertragung dieser Erfahrungen auf das zukünftige Berufsfeld, insbesondere Schule, bildet eine zentrale Reflexionslinie des Seminars. Impulse zur Entwicklung eigener Vermittlungsideen ergänzen die Praxisphasen. Als Format der Auseinandersetzung dient ein Portfolio, das nicht nur der Dokumentation, sondern auch der kritischen Analyse und Präsentation der eigenen Praxis dient. Exkursionen Exkursionen zu bedeutenden Kunst- und Kultureinrichtungen der Stadt Essen und Bottrop ergänzen das Seminar und eröffnen Einblicke in unterschiedliche Vermittlungsansätze und institutionelle Kontexte vor Ort. Die genauen Termine werden im Seminar abgestimmt.
Zudem ist eine Tagesexkursion nach Bonn geplant. Gemeinsam besuchen wir die Ausstellung „Amazônia. Indigene Welten“ (13. März bis 9. August 2026) in der Bundeskunsthalle. Die Exkursion dient als Baustein, um Fragen von Vermittlung im Spannungsfeld von Globalität, Indigenität, Dekolonialität und institutionellen Erzählweisen zu diskutieren: Wie werden Stimmen indigener Communities in einem großen Ausstellungskontext hör- und sichtbar gemacht? Welche Narrative werden fortgeschrieben oder bewusst irritiert? Und wie können Studierende solche Erfahrungen in eigene Vermittlungskonzepte für Schule und außerschulische Kontexte übersetzen? Der Besuch ermöglicht es, konkrete Vermittlungsformate, kuratorische Entscheidungen und institutionelle Rahmungen direkt vor Ort zu analysieren, ihre Bedeutung für zeitgenössische Kunstvermittlung kritisch zu reflektieren und zugleich zu diskutieren, wie Themen wie Perspektivwechsel, kulturelle Repräsentation und globale Zusammenhänge im Kunstunterricht der Schule aufgegriffen und didaktisch vermittelt werden können. Der genaue Termin wird im Seminar abgestimmt und wird an einem Samstag oder Sonntag stattfinden.
- verantwortliche Lehrperson: Stephanie Sczepanek