Die Übung behandelt die britisch-irische Geschichte im 20. Jahrhundert mit besonderem Fokus auf den Nordirlandkonflikt aus einer räumlichen Perspektive. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass politische Konflikte nicht allein durch Ereignisse und Akteure geprägt werden, sondern sich als langfristige Prozesse in historisch produzierten Räumen materialisieren, etwa in Grenzziehungen, urbanen Ordnungen oder Institutionen des Freiheitsentzugs. Diese Räume strukturieren Machtverhältnisse, beeinflussen Handlungsmöglichkeiten und prägen politische Deutungen und Narrative. Anhand unterschiedlicher Quellengattungen werden diese Konflikträume gemeinsam analysiert und diskutiert. Ziel der Übung ist es, grundlegende Kompetenzen der quellenbezogenen Arbeit zu vermitteln und Raum als historische Kategorie zur Analyse politischer Konflikte nutzbar zu machen.

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