
Die kunstpraktische Übung untersucht die Stadt als visuelles, materielles und soziales Gefüge aus Fragmenten. Ausgehend von fotografischen, zeichnerischen, textlichen und fundstückbasierten Materialien erkunden wir urbane Räume als Orte permanenter Überlagerung, Reibung und Neukombination.
Im Fokus stehen Montage- und Collagestrategien, mit denen persönliche Alltagsbeobachtungen, architektonische Details, Textfragmente, Spuren von Nutzung sowie scheinbar Banales in neue visuelle Konstellationen überführt werden. Durch das bewusste Zusammenführen heterogener Elemente entstehen Arbeiten, die urbane Routinen irritieren, Bedeutungen verschieben und verborgene Narrative der Stadt sichtbar machen.
Das Seminar verbindet praktische Übungen im Stadtraum mit experimenteller Atelierarbeit. Ergänzend werden historische und zeitgenössische künstlerische Positionen aus Fotografie, Installation und Mixed Media diskutiert. Ziel ist die Entwicklung eigener künstlerischer Arbeiten, die Stadt nicht abbilden, sondern montierend neu denken. Wir arbeiten niedrigschwellig und in kleinen Gruppen. Alle Stegreif-Übungen können adaptiv auf die vorhandene Stadtmilieu angewendet werden. Exkursionen zu Interventionen und Kunstinstallationen im öffentlichen Raum sind eingeplant.
- begleitende Lehrperson: Logan Schneider
- verantwortliche Lehrperson: Susanne Weirich