Lucia Moholy lange Zeit nur als Frau von Lászlo Moholy-Nagy gesehen und mittlerweile als eigenständige Fotografin, Autorin und Dokumentaristin bekannt. Ihre Fotografien sind durch Ihr bewegtes Leben, geprägt von Migrationen, engen künstlerischen Kontakten am Bauhaus, dem Neuen Sehen, Verbindungen zur Lebensreformbewegung und dem kommunistischen Widerstand Nazideutschlands. Die Motive reichen von Portraits, Architektur- und Produktfotografien bis hin zu einer Art dokumentarischer Reisefotografien. Zudem wird hier der Aspekt der Autorschaft anhand ihrer verschwundenen Glasnegative, nach Ihrer Flucht ins Exil und der spätere Kampf um Ihre Rechte an Ihren Fotografien thematisiert.

Im Seminar werden die verschiedenen Etappen Ihres Lebens anhand von Fotografien nachvollzogen. Eine gute Auswahl an Forschungsliteratur, z.B. von Rolf Sachsse, Jordan Troeller, u.a. werden in die Betrachtungen einbezogen. In Gruppen und im Plenum werden die Besonderheiten und unterschiedlichsten Aspekte der Fotografien erarbeitet und ihre Rezeptionen in der Literatur herausgearbeitet. 

Die Bedeutung von Lucia Moholy bis heute findet u.a. durch den Künstler Jan Tichy Ausdruck, dessen Arbeit zu Moholy ebenfalls Thema des Seminars sein wird.

ePortfolio: No