Wenn Paris nach den Worten Walter Benjamins die „Hauptstadt des 19. Jahrhunderts“ ist, so spiegelt sich dies auch in vielen französischen Romanen der Zeit. In ihnen ist die Großstadt Paris oft weit mehr als nur Kulisse, sie wird vielmehr nicht selten selber zum Protagonisten des jeweiligen Romangeschehens, das sich in dieser Form eben überhaupt nur in Paris vollziehen kann, andernorts gar nicht denkbar wäre. Diese zentrale Rolle von Paris und seine Bedeutung als Inbegriff der modernen Metropole sollen – nach einem kurzen Rückblick auf das 18. Jahrhundert und die Zeit der Revolution – in ihren unterschiedlichen Facetten in dieser sich primär an Master-Studierende richtenden Vorlesung anhand der auszugsweisen Lektüre von vier Romanen nachgezeichnet werden: Honoré de Balzacs Père Goriot, Gustave Flauberts Éducation sentimentale, Guy de Maupassants Bel ami und Émile Zolas Nana.

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