In diesem Kurs werden aus politisch-soziologischer Perspektive die strukturellen, historischen und institutionellen Merkmale sozialer Ungleichheit in der südkoreanischen Gesellschaft untersucht. Ausgangspunkt ist dabei ein zentrales Paradox der südkoreanischen Gesellschaft: Obwohl Südkorea über eine hoch entwickelte Wirtschaft und ein demokratisches politisches System verfügt und zugleich starke gesellschaftliche Forderungen nach Fairness und Gleichheit bestehen, bleibt soziale Ungleichheit weiterhin bestehen und wird durch unterschiedliche Institutionen und gesellschaftliche Beziehungen reproduziert.

Neben einer grundlegenden Einführung in zentrale theoretische Ansätze zur Analyse sozialer Ungleichheit werden verschiedene Dimensionen sozialer Ungleichheit untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei Vermögen und Einkommen, Arbeitsmarkt und Beschäftigung, intergenerationale Mobilität, Bildung, Geschlecht sowie politische Repräsentation. Ziel des Kurses ist es, den Studierenden ein Verständnis sozialer Ungleichheit zu vermitteln, das diese nicht lediglich als ökonomische Kluft begreift, sondern als ungleiche Verteilung von Ressourcen, Chancen und Macht zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.

Von den Studierenden wird erwartet, dass sie sich sorgfältig auf die wöchentlichen Sitzungen vorbereiten, sich intensiv mit der vorgesehenen Pflichtlektüre auseinandersetzen und sich aktiv an den Diskussionen im Kurs beteiligen. Weitere Einzelheiten zum Semesterablauf, zu den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme sowie zu den Prüfungsmodalitäten werden in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

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