Was soll man noch glauben, wenn man ständig mit Informationen, Meinungen und Urteilen zugeschüttet wird? Ein gutes Verständnis für die Unterscheidung von wahrscheinlich und unwahrscheinlich, von richtig und falsch, von wahr und unwahr lässt sich sehr gut anhand der Geschichte von Propaganda und Betrug herstellen, die im Seminar exemplarisch betrachtet wird. Betrugsfälle wie die Konstantinische Fälschung, Propagandaaktionen wie die Antichrist-Verleugnung werden analysiert und mit modernen und heutigen Beispielen parallelisiert. Historische Quellen und literarische Texte sind dabei ebenso Untersuchungsgegenstand wie politische Reden, Leserbriefe oder Social Media Posts. Wie ist festzustellen, in welchem Verhältnis jeweils Argument, Grund, Zweck und Intention einer sprachlichen Handlung stehen? Grundthese der Veranstaltung ist die Annahme, dass die in allen Lebenslagen nötige Medienkompetenz letztlich eine literarische Analysekompetenz ist.

Literatur: Texte werden in der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Gerne können Sie selbst Texte für die Analyse vorschlagen; Gattungen und Epochen sind hier völlig offen.

Bemerkung: Zu erbringende Studienleistungen bzw. Bedingungen zum Erwerb eines
Leistungsnachweises werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

ePortfolio: Nein