Auf die europäische Entdeckung der Amerikas seit 1492 folgte im Laufe des 16. Jahrhunderts die Errichtung von Kolonialreichen durch Spanien und Portugal in Süd- und Mittelamerika. In diesem Prozess veränderten sich für die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks die Lebenswirklichkeiten dramatisch. Das Seminar behandelt die Unterwerfung der Azteken und Inkas sowie die Gründung der Vizekönigreiche Neuspanien und Peru durch Spanien und die Kolonialisierung Brasiliens durch Portugal. Neben der politischen Situation, der Wirtschaft und der Verwaltung der Kolonialreiche wird ebenso deren Kulturgeschichte diskutiert. Mit der neueren Forschung soll dabei Handlungsmacht (Agency) nicht nur auf Seiten der Eroberer und der Kolonialmächte, sondern auf derjenigen der Kolonialisierten identifiziert werden.
- begleitende Lehrperson: Rieke Thiel
- verantwortliche Lehrperson: Jan-Hendryk de Boer




