Teil des UDE-Fortbildungsangebotes
- verantwortliche Lehrperson: Monika Seifert
Teil des UDE-Fortbildungsangebotes
Lehrmaterialien für die beiden Vorlesungen "Gefahrstoffrechtskunde" und "Toxikologie"
Die meisten wirtschaftswissenschaftlichen Lehrbücher behandeln Geld als technisches Vehikel: es ölt die Räder des Handels, ermöglicht Transaktionen, verschwindet im Hintergrund. Doch wer genauer hinsieht, stößt auf merkwürdige Phänomene. Warum droht ein US-Präsident Ländern mit Krieg, falls sie aufhören würden den USD für Handel zu verwenden? Was ist Dollarisierung und wie können Länder sie beenden? Welche Rolle spielen neue Formen von Geld - Kryptowährungen, Stablecoins, und Digitalwährungen von Zentralbanken? Dieses Seminar verfolgt die Frage nach dem Geld und seinem Verhältnis zu sozialer Organisation, wirtschaftlicher Entwicklung, Unterentwicklung, Abhängigkeit und strukturellen Verwundbarkeit. Das Seminar nähert sich dieser Fragestellung aus einer interdisziplinären Perspektive, die wirtschaftshistorische, entwicklungstheoretische, finanztheoretische und politökonomische Zugänge miteinander verbindet. Im Zentrum steht die Beobachtung, dass Geld nicht nur in seiner Funktion als Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel untersucht werden kann, sondern auch als Instrument der Organisation von Produktionsverhältnissen und als Kristallisationspunkt sozialer und politischer Konflikte. Diese Perspektive gewinnt vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen an Brisanz: Die Diskussion um eine mögliche Erosion der Dollar-Dominanz im internationalen Währungssystem, die Entstehung neuer digitaler Geldformen (Stablecoins, Central Bank Digital Currencies) sowie anhaltende Währungs- und Verschuldungskrisen verweisen auf die Notwendigkeit, Geld in seinem Verhältnis zu globalen Machtasymmetrien zu analysieren. Das Seminar ist in drei thematische Blöcke gegliedert, die unterschiedliche Dimensionen des Verhältnisses von Geld und Unterentwicklung beleuchten:
Methodisch verbindet das Seminar historische Analyse mit gegenwartsbezogener Forschung. Es führt in zentrale theoretische Debatten der Politischen Ökonomie des Geldes, der Entwicklungsökonomie und der Geldsoziologie ein, ohne eine bestimmte Theorieschule vorauszusetzen. Ziel ist es, analytische Werkzeuge zu erarbeiten, die eine eigenständige Untersuchung der komplexen Beziehung zwischen Geld, Macht und Unterentwicklung ermöglichen. Arbeitsgrundlage sind deutsch- und englischsprachige Texte; Bereitschaft zur Lektüre auch längerer Originaltexte wird erwartet.
Das Seminar verhandelt Kunstvermittlung an der Schnittstelle von Stadtraum, Kirchenraum und digitalem Labor. Ausgangspunkt sind Alltagswege, Routinen und Situationen, die in verdichtete Formen wie Gesten, Handlungsanweisungen, Wegeprotokolle und Textfragmente überführt werden. Vor diesem Hintergrund wird gefragt, wie Kirchenräume als städtische, soziale und ästhetische Räume gedacht werden können und welche Spannungen entstehen, wenn sie zwischen sakraler Praxis, kultureller Nutzung und biennaler Aufmerksamkeit pendeln. Dabei spielt auch die Frage eine Rolle, wer diese Räume selbstverständlich betreten kann und für wen Schwellen bleiben.
Exkursionen bilden inhaltliche Achsen: Eine Spurensuche nach gelebtem Fluxus in Köln und Düsseldorf nimmt historische und aktuelle Formen von Event Scores, Alltagseingriffen und institutionellen Verschiebungen in den Blick. Ein Besuch im ZADIK – Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels in Köln eröffnet Einblicke in Fragen von Archivierung, Netzwerken und Sichtbarkeit im Kunstbetrieb. Weitere Exkursionen führen zu künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Raum im Umfeld der Universität in Essen sowie gemeinsam mit der Lehrveranstaltung von Prof. Katja Böhme in das Kunstmuseum Bochum zur Ausstellung Yuko Mohri & Ei Arakawa-Nash – How We Meet (7. März – 13. September 2026). Die Exkursionen dienen dazu, künstlerische Praktiken zwischen Stadtraum, Institution und Ausstellung zu analysieren und daraus Ansätze für eigene Vermittlungsformate zu entwickeln.
Im Verlauf des Semesters entstehen Vermittlungsformate, die Alltagswege und Aufenthaltsorte mit den Fragestellungen der Manifesta verbinden. Diese Formate werden als offene Anleitungen gefasst, mit denen Besucherinnen und Besucher ihre Wahrnehmung von Stadtraum, Kirche und Öffentlichkeit verschieben können. Die Szenarien werden dokumentiert, gemeinsam reflektiert und zu übertragbaren Formaten für unterschiedliche Kontexte der Kunstvermittlung verdichtet. Ausgewählte Ergebnisse werden im Hinblick auf eine Integration in das DIGITAL ART EDUCATION LAB aufbereitet und als Vermittlungsscores formuliert.
Ziele des Seminars sind:
Vermittlungsformate zu entwickeln, die zwischen analogem Raum (Kirche, Stadtraum, Labor) und digitaler Plattform vermitteln, die eigene künstlerisch-vermittelnde Praxis im Umgang mit Gesten, Wegen, Text und geteilten Handlungen zu schärfen,ein Set von Vermittlungsscores zu erarbeiten, das Themen derManifesta 16 Ruhr in alltägliche Situationen überführt und als Material für das DIGITAL ART EDUCATION LAB zur Verfügung steht.
Dass Leser andere Bücher lesen als Literaturwissenschaftler untersuchen, ist eine Binsenweisheit. Das Genre "New Adult" gehört zu den erfolgreichen Genres auf dem Buchmarkt der Gegenwart. Es adressiert junge Leserinnen und Leser und ist sehr populär. Subgenres wie "Dark academia" finden viele Leserinnen und Leser. Wir werden diese Genres im Lichte einer Literaturgeschichte der Gegenwart untersuchen und uns mit der Funktion populärer Literatur beschäftigen. Zunächst wollen das genrebegründende Werk von Colleen Hover "Slammed (dt: Weil ich Layken liebe, 2009) lesen, dann Nikola Hotel "Wenn ich falle" (2022), Rebecca F. Kuang: "Babel" (2022). Weitere Texte kommen noch eventuell dazu.
Zur Einführung:
Steffen Martus: Erzählte Welt. Eine Literaturgeschichte der Gegenwart 1989 bis heute. Berlin 2025.
Steffen Martus/Carlos Spoerhase: Gelesene Literatur. Populäre Lektüre im Medienwandel [=Text+Kritik, Zeitschrift für Literatur, XII/18]. München 2018.

"Gemeinsam weniger einsam!
Ein Präventionsprojekt für mehr soziale Verbundenheit im Studium!

General Chemistry for ISE students (first semester):
The lecture deals with the fundamentals of general chemistry (atomic models, periodic table, chemical bonds, chemical thermodynamics and kinetics) as well as with some aspects of the field of chemistry which are of special relevance for engineering applications (structural and functional materials).
Participants of the lecture are supposed to gain basic knowledge on chemistry in so far that they are able to understand the atomar or molecular structure of matter of different kinds. In addition, they should be able to interpret simple chemical reactions together with their energetical characteristics. Finally, they should be able to understand the correlation between the microscopic structure of matter and its macroscopic properties.


Lektüreseminar, WS 2025/26
Dozenten: Ministerialrat, Justiziar - Hans Martín Müller, Regierungsamtsfrau - Jennifer Trabant
In einem sich stetig wandelnden Prozess wird insbesondere in der Praxis eine allumfassende Betrachtung gefordert. Dessen juristisches Verständnis ermöglicht eine zuverlässigere Einordnung im maritimen Wirtschaftsgeschehen und damit rechtssichere Beurteilungen und Gestaltungsmöglichkeiten der geschäftlichen Abläufe. Dabei kommt dem Öffentlichen Recht – vor allem im Hinblick auf internationale Determinanten - zunehmende Bedeutung zu. Ziel der Veranstaltung ist, dieses juristische Grundwissen in den relevanten Rechtsbereichen nahezubringen.
Die Veranstaltung beleuchtet in einem ersten Teil die allgemeinen Thematiken im Gesamtsystem Wasser und vermittelt deren juristische Entsprechung, somit zunächst Kenntnisse der einschlägigen Rechtsregime. Mit kurzen Ausführungen wird in die rechtlichen Grundlagen eingeführt. Dabei werden auch die dogmatischen Defizite sowie die geringe wissenschaftliche Durchdringung der Rechtsmaterie skizziert.
So besteht weiter Rechtsunsicherheit bereits in der Bestimmung der Rechtsinhalte und der Bedeutung grundlegender, da oft verwendeter Begrifflichkeiten (Hafen, öffentlicher Hafen, hafenaffines Gewerbe pp.). Dabei kommt deren Konturierung große praktische Bedeutung zu. Eingehend wird über die relevanten Rechtsrahmen berichtet und so einen unmittelbaren Zugang zu den dort normierten Gehalten ermöglicht. Vorgestellt werden die Kompetenztitel und somit die Regelungszuständigkeiten sowie die Verwaltungskompetenzen für die jeweiligen Elemente des Gesamtsystems Wasser; damit einhergehende, praktisch bedeutsame Problematiken werden gegenwärtig gemacht. In diesem Kontext wird auch auf den in Bearbeitung befindlichen, erstmalig in der Bundesrepublik verfassten Entwurf eines Landeshafengesetz NRW eingegangen und zentrale Regelungsgehalte (Begriffsklärungen, Widmung, Betrieb, Gebühren/Entgelte) diskutiert. Das hafenbezogene Recht erfährt auch sonst eine besondere Behandlung. Einbezogenen werden hier aufgrund der teils bereits institutionalisierten internationalen Verflechtungen zwischen Binnen- und Seehäfen und der global ausgerichteten Logistikketten auch Rechtsthemen, die sich um dieses Zusammenwirken in vielfältigen Formen ranken. Speziell zum Hafenrecht darf auch das Planungs- und Zulassungsrecht (Godorf-Entscheidungen) nicht fehlen, insbesondere die jüngst unternommenen Versuche des Bundesgesetzgebers, die Verfahren zu beschleunigen.
Den zweiten Teil abschließend wird auf die vielfältigen städtebaulichen Begehrlichkeiten hinsichtlich originär hafenaffin genutzter Flächen eingegangen, denen u. a. mit landesplanerischen Mitteln begegnet wird. Schließlich werden die einzelnen Akteure des Wassersystems – Schifffahrtstreibende, Hafenbetreiber, Anlieger bzw. Ansiedler im Hafenbereich pp.- behandelt und die sie betreffenden Rechtskreise näher beleuchtet. Es wird sich zeigen, dass die für sie geltenden Rechtsvorschriften deren Wirken erheblich bestimmt, so dass durch eine verlässliche Kenntnis der Rahmen regelmäßig beachtliche Handlungsmöglichkeiten erfolgsgerichtet genutzt werden können.
Im abschließenden dritten Teil wird auf die sog. Hafensicherheit eingegangen, auch ein Rechtskreis, der auf internationales Recht zurückgeht und zwischenzeitlich national bzw. landesseitig umgesetzt wurde. So befasst sich das Hafensicherheitsrecht mit der Gefahrenvorsorge sowie der konkreten Umsetzung der Gefahrenabwehr in der Hafenwirtschaft. Im Mehr-Ebenen-System internationaler und nationaler Rechtsgrundlagen wird das rechtspraktische Wechselspiel von Eigensicherungs- und staatlichen Gefahrenabwehrmaßnahmen erörtert. Schwerpunktmäßig wird der Bereich zum Schutze der Verkehrsinfrastruktur insb. der Häfen und Hafenanlagen vor Sabotageakten und terroristischen Übergriffen behandelt. Als Element der globalen Lieferkette ist der Verkehrsträger Seeschiff/ Schiff zentraler Gegenstand. Der Fokus liegt auf den in NRW implementierten Maßnahmen als Besonderheit privater und staatlicher Aufgabenzuweisung mit fachpraktischen Beispielen.
An Haupt-, Real- und Gesamtschulen wird Geschichte in der Sekundarstufe I in Kombination mit den Fächern Erdkunde und Politik unterrichtet. Dies verlangt von angehenden Geschichtslehrerinnen und -lehrern zum einen die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen fachlichen Konzepten der Fachdisziplinen und zum anderen die Beschäftigung mit den sprachlichen Anforderungen der Teilfächer, da das zentrale Medium in diesen Fächern die Sprache ist. Welche Inhalte und Kompetenzen werden im Vergleich zum Fach Geschichte in Erdkunde und Politik verlangt? Welche Vorteile kann die fachliche Erweiterung mit sich bringen und welche Chancen können für das historische Lernen daraus entstehen? Wie können die unterschiedlichen Inhaltsbereiche sinnvoll miteinander kombiniert werden und wie kann der Unterricht durch sprachsensible Elemente so gestaltet werden, dass das Erschließen von fachlichen Inhalten für alle Schülerinnen und Schüler möglich wird?
Um auf diese Fragen Antworten zu finden, hat die Übung vielfältige Ziele: Die Studierenden sollen sich einerseits mit den Fachkonzepten der Teildisziplinen beschäftigen und sich zum anderen mit den aus den Fachkonzepten resultierenden disziplinspezifischen Sprachen auseinandersetzen. Sie sollen sich zudem mit grundlegenden Spracherwerbsprozessen beschäftigen und ihr Wissen um solche Prozesse für das fachliche Lernen nutzbar machen. Weiterhin sollen sie Konzepte und Strategien für den sprachbildenden Unterricht in Gesellschaftslehre kennenlernen und diese an kleineren Sequenzen ausprobieren.

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