Lehr-Moodle der Universität Duisburg-Essen
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Herzlich willkommen im Moodleraum zu der Vorlesung "How to Art Education?"
Hier werden Texte, Präsentationen, Infos zu Veranstaltungen usw. geteilt. Bitte schauen Sie während der Vorlesungszeit selbstständig nach, ob es neue Materialien gibt.
- verantwortliche Lehrperson: Katja Böhme

How to exhibit Art? Diskurse. Displays. Kuratorische Praktiken
Kommentar:
Die Ordnung der Dinge im Kunstmuseum, Wechselausstellungen und Sammlungspräsentationen werden von historisch relevanten Diskursen modelliert. Sie leiten museale Präsentationen, bestimmen, wie Kunst inszeniert, historisch gerahmt und wahrgenommen wird. Dabei sind Ausstellungen von den Rahmenbedingungen ihres Ermöglichens abhängig: von der Architektur, den Sammlungsbeständen eines Hauses, medialen und konservatorischen Herausforderungen, Budgets sowie zeitgenössischen Vorstellungen von den Besucher:innen und deren Einbindung. Wie Regisseure steuern Kurator:innen die Prozesse von den ersten Ideen bis zur Realisation eines Projekts. Sie arbeiten mit Künstler:innen, anderen Museen und Institutionen des Kunstbetriebs zusammen sowie mit verschiedenen Teams sowie Akteur:innen innerhalb und außerhalb der Häuser. Das geschieht in Projekten einer „community based art“ (Suzanne Lacy) ganz anders als im Kunstmuseum. Künstler:innen initiieren hier Projekte eines sozialen und kulturellen Austausches mit Menschen im urbanen Raum. Für Begegnungen dieser Art wird die Manifesta 2026 im Ruhrgebiet nach 1945 gebaute Kirchen als Orte nutzen. Das Seminar gewährt Einblicke in diese Prozesse. Wir werden mit dem Kunst-Ausstellen verbundene Fragestellungen reflektieren und uns dazu ebenso Kunst-Präsentationen im Museum als auch Projekte einer „connective art“ (Suzi Gablik) im Rahmen der Manifesta ansehen.
Literatur
Begriffe des Ausstellens / Terms of Exhibiting, hrsg. von Petra Reichensperger, Berlin: Sternberg Press 2013
Thinking about Exhibitons, ed. by Reesa Greenberg, Bruce Ferguson, Sandy Nairne, London, New York: Routledge 2000
Mapping the Terrain. New Genre Public Art, ed. by Suzanne Lacy, Seattle: Bay Press 1996.
Teilnehmer:innen-Zahl: 25
- verantwortliche Lehrperson: Friederike Wappler

Sitzung 10-16 finden im Rahmen der Exkursion in die Gedenkstätte Buchenwald statt. Diese findet am 29. & 30. Juni 2026 jeweils ganztägig statt.
Nach der Niederlage der Spanischen Republik 1939 flohen Zehntausende von der Iberischen Halbinsel nach Frankreich. Dort wurden viele in Internierungslagern wie Argelès-sur-Mer, Gurs oder Saint-Cyprien festgehalten, in so genannten Fremdarbeiterkompanien oder in französischen Einheiten eingesetzt und schlossen sich teils der Résistance an. Mit der deutschen Besetzung Frankreichs und der Kollaboration des Vichy-Regimes wurden zahlreiche Geflüchtete als staatenlose „Rotspanier“ eingestuft, verhaftet und ab 1940/41 in NS-Konzentrationslager deportiert, vor allem nach Mauthausen (und dessen Nebenlager Gusen) und nach Buchenwald. Andere wurden wegen Widerstandstätigkeiten oder Fluchtversuchen aufgegriffen. Das Hauptseminar untersucht literarische und autobiografische Zeugnisse spanischer und katalanischer Deportierter sowie fiktionale Bearbeitungen, journalistische und historische Darstellungen und fotografische wie filmische Repräsentationen. Anhand ausgewählter Primärtexte, unter anderem von Jorge Semprún (El largo viaje; La escritura o la vida) und Joaquim Amat-Piniella (K.L. Reich) und Auszügen aus Werken von Montserrat Roig und weiteren Autorinnen und Autoren analysieren wir narrative Strategien, Ethiken der Zeugenschaft, Fragen der Mehrsprachigkeit und Aushandlungen von Erinnerung im Kontext europäischer Gedächtnisse. Ergänzend beziehen wir fotografische Zeugnisse (z. B. das Werk von Francisco Boix), Filme und Dokumentationen zu Mauthausen und Buchenwald ein und arbeiten mit digitalen Archiven und Gedenkstättenportalen. Theoretisch stützen wir uns auf zentrale Konzepte der Memory Studies und diskutieren Ansätze wie Postmemory (Hirsch), um transnationale Dynamiken des Erinnerns zu beleuchten. Ein Bestandteil des Seminars ist eine zweitägige Exkursion zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald, welche die textanalytischen Perspektiven durch Quellenarbeit vor Ort vertieft. Mauthausen wird über Quellen, Bildmaterial und digitale Archive systematisch einbezogen. Etwaige Reise- und Eintrittskosten werden frühzeitig kommuniziert; es wird sich um substantielle Förderung bemüht. Die Veranstaltung arbeitet mit sensiblen Inhalten; ein achtsamer Umgang und gemeinsame Nachbesprechungen sind vorgesehen.
Die Exkursion ist fester Bestandteil des Hauptseminars. Sollten Sie am 29. & 30. Juni 2026 nicht mitfahren können, wählen Sie bitte ein anderes Hauptseminar im Bereich Spanisch.
- verantwortliche Lehrperson: Susanne Zepp-Zwirner
Von der Stadt Rom ging im Laufe der letzten vorchristlichen Jahrhunderte bekanntlich die Entstehung eines Weltreiches aus. Die Stadt wurde im Zuge dessen zu einer für antike Verhältnisse enorm ausgedehnten Metropole. Dies wirft die Frage auf, inwiefern die frühere Geschichte der Stadt – vor der imperialen Expansion – im urbanen Raum präsent blieb. Das Thema der Grenzen (in) der Stadt Rom stellt einen interessanten Zugriff dar, um dieser Frage nachzugehen. Dabei soll sich in diesem Seminar zeigen, dass alten Grenzen und Stadtmauern bzw. -toren weiterhin große Bedeutung zugeschrieben wurde, obwohl die Stadt faktisch deutlich über diese hinausgewachsen war und das Imperium den ideologischen Anspruch der Grenzenlosigkeit erhob. Ein wesentlicher Grund dafür bestand offenbar darin, dass diese Grenzen auf die Frühzeit verwiesen und historisches Wissen über die Anfänge der römischen Geschichte topographisch verankerten.
Das Hauptseminar ist als Bindeglied zwischen dem Proseminar Alte Geschichte und den Anforderungen des selbstständigen wissenschaftlichen Arbeitens konzipiert. Dies bedeutet, dass grundlegende Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaft, die Sie aus den Proseminaren kennen sollten, durch immer selbstständigere Arbeit gefestigt und vertieft werden.
- verantwortliche Lehrperson: Daniel Emmelius

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Matilde Alba Swann, geboren als Matilde Kirilovsky de Creimer, war eine der ersten Frauen, die an der Universidad Nacional de La Plata ein Jurastudium abschlossen (1933), und veröffentlichte im Laufe ihres Lebens acht Gedichtbände. Als Anwältin engagierte sie sich unermüdlich für Kinder in prekären Lebenslagen, für Opfer sozialer Ungleichheit und für die Verteidigung grundlegender Freiheitsrechte. In ihrem literarischen Werk verband sie dieses forensische Ethos mit einer prägnanten Imaginationskraft, die soziale und rechtliche Wirklichkeit sichtbar machte. 1992 wurde sie vom argentinischen Schriftstellerverband für den Literaturnobelpreis nominiert. Ihr programmatischer Essay „La poesía del derecho“ ist ein hybrider Text zwischen Autobiografie, Berufsethik und Poetologie: Swann entwickelt darin ihre Vorstellung vom „abogado poeta“ – der Dichterin als Anwältin – und von Dichtung als Zeugenschaft. Für sie teilen Recht und Poesie die Überzeugung, dass Sprache wirksam handelt: „mostrar“ statt „demostrar“ oder „solucionar“, Sichtbarmachen statt neutraler Distanz. Im Seminar lesen wir den Essay La poesía del derecho im Dialog mit ausgewählten Gedichten, aus allen Werkphasen, um die Interferenzen zwischen juristischer Praxis und lyrischer Form zu untersuchen. Wir fragen danach, wie juristische Erfahrung Bildsprache und Verfahren beeinflusst und wie poetische Ausdrucksweisen die Wahrnehmung von Recht erweitern können. Das Seminar verbindet damit Perspektiven aus Literatur- und Rechtswissenschaft, rückt eine bislang marginalisierte Stimme der lateinamerikanischen Literatur ins Zentrum und öffnet die Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen einer „poesía del derecho“, einer Dichtung, die sich als Teil des Kampfes um menschliche Würde versteht. |
- verantwortliche Lehrperson: Susanne Zepp-Zwirner
La réflexion sur les questions de langue ou de langage n’est pas le monopole des linguistes professionnels. Les médias et les débats publics relaient d'ailleurs énormément de questions de langue, allant de l'usage des anglicismes aux débats sur les normes de l'orthographe, en passant par les polémiques sur l'écriture inclusive. La France est, dans cette perspective, l'un des pays qui connaît le plus d'activisme en matière de langue. Des associations comme la « Défense de la langue française » ou de simples citoyens qui participent aux forums de discussion sur les réseaux sociaux contribuent ainsi à ce que l’on appelle depuis une vingtaine d’années la linguistique populaire.
Dans ce cours, nous étudierons les différentes traditions de la linguistique populaire, des « remarques sur la langue » du XVII^e siècle aux chroniques de langage du XX^e siècle, en passant par les activistes des réseaux sociaux d’aujourd’hui. Nous examinerons de près le débat qui s’est ouvert en France entre linguistes et « puristes » à la suite de la polémique suscitée en 2023 par la publication de Le français va très bien, merci du collectif des linguistes atterrées.
- verantwortliche Lehrperson: Dietmar Osthus

Digitales Blockseminar am 1. & 2. Juni in Zoom (10 Sitzungen, am 1. Juni von 9:00 bis 18:00 h, am 2. Juni von 13:00-18:00 h).
Dieses Hauptseminar, das zugleich am Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin als strafrechtliches Seminar konzipiert ist, entwickelt aus literatur- und rechtswissenschaftlicher Perspektive eine differenzierte Sichtweise auf den Umgang mit autoritären Regimen und die komplexen Dynamiken, wie das Recht den Übergang zur Demokratie begleiten kann (Transitional Justice). Kunst und Literatur kommt dabei eine besondere Rolle zu. Das Seminar wird sich mit der Frage beschäftigen, wie Übergangsjustiz in Lateinamerika und Spanien umgesetzt oder eben nicht umgesetzt wurde. In vielen Ländern Lateinamerikas sowie in Spanien war die juristische Aufarbeitung von Verbrechen autoritärer Regime lange Zeit ein versäumter Prozess.
Das Seminar wird für die Studierenden der UDE zunächst wöchentlich stattfinden. In sieben Sitzungen in Präsenz werden die Studierenden mit dem Gegenstand und den Referatsthemen vertraut gemacht. Das Hauptseminar wird dann in Form eines digitalen Blockseminars am 1. & 2. Juni 2026 den Fokus auf die Diskussion studentischer Präsentationen legen, die in der Zeit zwischen den Einführungssitzungen und dem Blockseminar erarbeitet und bis zum 29. Mai 2026 eingereicht werden.
Das Blockseminar bündelt 10 Sitzungen am 1. Juni von 9:00 bis 18:00 h, am 2. Juni von 13:00-18:00 h. Wenn Sie zu diesen Daten und Zeiten nicht vollständig dabei sein können, wählen Sie bitte ein anderes Hauptseminar Spanisch.
Ein besonderes Augenmerk des Seminars wird auf der Rolle von Literatur und künstlerischen Interventionen liegen, die in diesen Prozessen eine zentrale Funktion innehaben. In Übergangsprozessen können die Künste maßgeblich dazu beitragen, Verbrechen einer gewaltsamen Vergangenheit in den Blick zu rücken, indem sie Vorgänge offenlegen, die zuvor geheim oder nur wenigen bekannt waren, und Verantwortung für begangene Verbrechen benennen. Im Seminar werden wir dies anhand ausgewählter Fallbeispiele diskutieren, darunter Argentinien (Wahrheitskommission CONADEP), Chile (Wahrheitskommission 1990, Valech-Kommission 2004), Paraguay (Wahrheits- und Gerechtigkeitskommission 2003-2008), Brasilien (Wahrheitskommission 2011-2014), Peru (Wahrheits- und Versöhnungskommission seit 2001), Kolumbien (Jurisdicción Especial para la Paz, JEP) und Guatemala (Comisión para el Esclarecimiento Histórico).
Noch vor Semesterbeginn wird ein digitaler Kurs zum Hauptseminar auf der Plattform moodle eingerichtet. Dort werden der Verlaufsplan des Seminars angezeigt und sämtliche Textauszüge und weiterführende Literatur zur Verfügung gestellt. Die sorgfältige Vor- und Nachbereitung der Vorlesung mit Hilfe dieses Materials begünstigt die erfolgreiche Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung.
- verantwortliche Lehrperson: Susanne Zepp-Zwirner

- verantwortliche Lehrperson: Sabine Begall
- verantwortliche Lehrperson: Kerstin Killinger
- verantwortliche Lehrperson: Kirstin Obst-Pernberg
- verantwortliche Lehrperson: Marcus Schmitt
- verantwortliche Lehrperson: Ould El Moctar
- verantwortliche Lehrperson: Andreas Peters
- verantwortliche Lehrperson: Simon Tödter
- verantwortliche Lehrperson: Jens Neugebauer
- verantwortliche Lehrperson: Simon Tödter

Es handelt sich bei der Veranstaltung "Hydrodynamik" um eine Vertiefungsfach-Vorlesung plus wahlweise numerischem Projekt zum Erwerb grundlegender Kenntnisse der theoretischen (und numerischen) Hydrodynamik.
Vorlesung zur Theoretischen Hydrodynamik: Anwendungs- und Geltungsbereich der Hydrodynamik, Bernoulli-Gleichung, Bewegungsgleichungen (Euler-Bild und Lagrange-Bild, Erhaltungssätze), Navier-Stokes-Gleichungen, Diffusion, Instabilitäten, Schocks, Magneto-Hydrodynamik.
Projekt zur Numerischen Hydrodynamik: Diskretisierung von Zeit und Raum, Finite-Volumen-Verfahren, Randwertbedingungen, Implementierung von Lösungsverfahren.
Literatur:
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L. D. Landau & E. M. Lifschitz: Hydrodynamik (Lehrbuch der theoretischen Physik, Band VI)
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E. F. Toro: Riemann Solvers and Numerical Methods for Fluid Dynamics
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S. N. Shore: Astrophysical Hydrodynamics
- verantwortliche Lehrperson: Lothar Brendel
- verantwortliche Lehrperson: Rolf Kuiper
- verantwortliche Lehrperson: Verena Brauer
- verantwortliche Lehrperson: Verena Brauer

Das Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP) ist das erste Praxiselement innerhalb Ihres Bachelor-Lehramtsstudiums nach dem Lehrerausbildungsgesetz vom 20. April 2016 (LABG 2016*). Es findet im ersten oder zweiten Semester statt und hat einen Umfang von 25 Tagen, die als 5-wöchiger Block in der vorlesungsfreien Zeit abgeleistet werden sollen. Das EOP wird an der Universität Duisburg-Essen von der Fakultät für Bildungswissenschaften verantwortet und inhaltlich gestaltet. In Bezug auf Fragen der Eignungsreflexion wird das EOP in Kooperation mit den Schulen, die dabei von Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung unterstützt werden, durchgeführt. Weitere nützliche Informationen zum EOP finden Sie auf der Website des Landesprüfungsamtes für Lehrämter.
Das EOP ist an eine vorbereitende und begleitende universitäre Lehrveranstaltung gebunden.
- verantwortliche Lehrperson: Ruhiye Baran