Demografische Entwicklungen, verbreitete absolute Armut, die Übernutzung natürlicher Ressourcen, Klimawandel und Wohlstandsgefälle sind starke Triebkräfte zur Migration. Motive von Flucht und Migration werden in literarischen Texten der Gegenwartsliteratur auf vielfältige Weise thematisiert, Literatur, die sich mit Migration auseinandersetzt, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als Teil des kulturell-gesellschaftlichen Dialogs fest etabliert. Dabei sind massenhafte Zuwanderungen Ereignisse, die entsprechend oft in Kollektivsymbolen ihren Ausdruck finden („Zustrom“, „Welle“, „Lawine“). Im Seminar nehmen wir derartige sprachliche Phänomene, damit verbundene Stereotype sowie verschiedenen Facetten der Darstellung von Flucht – narrative Verfahren wie Zeitdehnung und Verdichtung von Ereignissen, etwa durch introspektives Erzählen – anhand ausgewählter literarischer Texte in den Blick und analysieren sie vor dem Hintergrund ihres Entstehungskontexts, aber auch mit Blick auf aktuelle Diskurse. 


ePortfolio: Nein