Das Seminar vertieft sozialpsychologische Theorien und empirische Befunde zu Intergruppenprozessen in Kontexten von Migration und kultureller Diversität. Im Zentrum steht die Frage, wie Wahrnehmung, Bewertung und Verhalten zwischen sozialen Gruppen entstehen und zur Reproduktion sozialer Ungleichheit beitragen.

Ausgehend von klassischen und aktuellen Theorien der Sozialpsychologie (z. B. soziale Identität, soziale Kategorisierung, Bedrohungsansätze) werden Mechanismen von Stereotypisierung, Vorurteilen und Diskriminierung analysiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung individueller kognitiver Prozesse mit institutionellen und gesellschaftlichen Dynamiken.

Darauf aufbauend werden evidenzbasierte Interventionsansätze zur Verbesserung von Intergruppenbeziehungen kritisch diskutiert und auf Handlungsfelder der Sozialen Arbeit übertragen. Ziel ist es, Studierende zu befähigen, komplexe Praxisprobleme theoriegeleitet zu analysieren und reflektierte Handlungsperspektiven zu entwickeln.

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