Systematische Theologie und Religionspädagogik sind eng verbundene Disziplinen. Jürgen Werbick spricht von „natürlichen Gesprächspartnern.“ Beide Disziplinen sind mit der Frage befasst, wie religiöse Überzeugungen eigentlich entstehen. Eine weitere Schnittstelle besteht darin, dass auch in der Schule die systematisch-theologische Leitfrage nach der Vernünftigkeit bzw. Plausibilität des christlichen Glaubens gestellt werden muss. Sie ist dabei mehr als ein bloßer Gegenstand neben anderen, sondern entscheidend für den gesamten Rahmen des Lehr-Lern-Settings: Ohne systematische Begründungen ist religionspädagogisches Handeln nicht zu rechtfertigen.
Im Seminar beschäftigen wir uns mit diesen Schnittstellen zwischen Systematik und Religionspädagogik. Wir untersuchen religionspädagogische Modelle auf systematische Implikationen.
Dabei beginnen wir mit einer Gegenwartsdiagnose, die die Bedingungen insbesondere schulischen Handelns erfassen sollen. In Kooperation mit anderen Lehrveranstaltungen im Master suchen wir nach systematisch verantworteten Antworten auf die Frage: Welche religiösen Bildungsangebote brauchen SuS heute?
- verantwortliche Lehrperson: Jonas Maria Hoff