- verantwortliche Lehrperson: Carla Cingil
- verantwortliche Lehrperson: Oliver Schwarz
Neu: Lehr-Moodle der Universität Duisburg-Essen
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- verantwortliche Lehrperson: Carla Cingil
- verantwortliche Lehrperson: Oliver Schwarz
Dieses Seminar bietet eine ideengeschichtliche Einführung in die Political Economy und das Spannungsverhältnis zwischen Markt und Staat. Von den wirtschaftlichen Ideen der Antike über den Merkantilismus, die Klassik (Smith, Ricardo) und den Marxismus (Marx, Luxemburg) bis hin zu Keynesianismus (Kalecki, Robinson), (Ordo-)Liberalismus (Hayek, Eucken) und neuen Ansätzen zur Bewältigung der Klimakrise untersuchen wir, wie sich wirtschaftliche Theorien über Wettbewerb, staatliche Eingriffe und Marktmechanismen entwickelt haben.
- verantwortliche Lehrperson: Jan David Weber

In diesem Modul lernen die Studierenden den Data-Science-Prozess kennen: Sie lernen Daten zu verstehen, aufzubereiten, zu modellieren und zu evaluieren, um so datengetriebene Antworten auf praktische Fragen aus dem Marketing und dem Handel zu generieren.
Das Modul ist als Vorlesung mit integriertem Seminar gestaltet, in deren Rahmen die Studierenden die vermittelten Lehrinhalte direkt am PC nachvollziehen, die Übungen in Kleingruppen bearbeiten und vorstellen sowie am Ende der Veranstaltung ihre Bearbeitung einer Fallstudie aus dem Marketing bzw. dem Handel präsentieren.
Das geschieht unter Zuhilfenahme der an der Universität Konstanz entwickelten Data-Mining-Software KNIME. Über das "visuelle Programmieren" in Workflows kann KNIME im gesamten Data-Science-Prozess eingesetzt werden und enthält zahlreiche Module („Knoten“) für die Analyse von Big Data (u.a. Apache Hadoop inkl. Hive und Spark), Text Mining, Machine Learning (u.a. Decision Trees, Random Forests), Neuronale Netze und Deep Learning (Keras-Layer).
- verantwortliche Lehrperson: Ann-Kathrin Hurlin
- verantwortliche Lehrperson: Christian Knobloch
- verantwortliche Lehrperson: Nadja Kohlhaas
- verantwortliche Lehrperson: Ulrich Hendrik Schröder
In der Veranstaltung Datenbankmanagementsysteme werden die Grundlagen von Datenbanksystemen präsentiert. Aufbauend auf dem Drei-Ebenen-Architektur-Konzept (externe, konzeptionelle und interne Ebene) werden die grundlegenden Modellierungsformen und schwerpunktmäßig das relationale Datenmodell vorgestellt. Hierauf aufbauend werden die Grundlagen der internen Realisierung und insbesondere die Sprache SQL als Anfrage- und Datenmanipulationssprache behandelt.
- begleitende Lehrperson: Faruk-Emre Ertas
- begleitende Lehrperson: Christian Kreutz
- begleitende Lehrperson: Leyla Rahmani
- verantwortliche Lehrperson: Stefan Udo Hanenberg

Die Veranstaltung stellt das Konzept der Abstrakten Datentypen vor, führt die wichtigsten Beispiele von Abstrakten Datentypen ein, und zeigt deren Anwendung/Handhabung im Rahmen der Behandlung von wichtigen grundlegenden Algorithmen. Inhalte im Einzelnen: - Algorithmenentwicklung (schrittweise Verfeinerung) - Wichtige Algorithmen (Suchen, Sortieren) - Konzept der Abstrakten Datentypen (Spezifikation, Implementierung) - Wichtige Abstrakte Datentypen (verkettete Listen, Keller, Schlangen, Mengen, Binärbäume, ausgewogene Bäume, B-Bäume, Hash-Tabellen, Graphen) - Wichtige Klassen von Algorithmen (Divide-and-Conquer-Algorithmen, Such- und Sortieralgorithmen, Graphalgorithmen, Greedy-Algorithmen, Optimierungsalgorithmen)
- verantwortliche Lehrperson: Camilla Patrizia Hrycak
- verantwortliche Lehrperson: Jens Krüger
Die erste Veranstaltung findet am 16. Oktober 2025 um 10:30 Uhr in LE105 statt.
In der Vorlesungsbeschreibung wird erläutert wie Sie das Passwort zur Einschreibung anfordern können.
- begleitende Lehrperson: Pankaj Rana
- verantwortliche Lehrperson: Jonathan Liebeton

Überblick
- Das Seminar richtet sich an Bachelor- und Master-Studierende, die Interesse an praktischer Steuerberatung haben.
- Bei bestandener DATEV-Führerscheinprüfung ist das Seminar a) im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre im E3-Bereich (Studium Liberale) mit 3 Credits anrechenbar oder b) im Masterstudiengang auf Antrag in der Leistungsübersicht als Zusatzleistung (nicht im Mobilitätsbereich) ausweisbar.
Inhalte
- Grundlagen der Finanzbuchführung mit DATEV Kanzlei Rechnungswesen für eine Musterfall GmbH.
- Laufende Buchhaltung, Abschlussbuchungen und Jahresabschluss.
- Umsatzsteuervoranmeldungen und Umsatzsteuererklärung.
- Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung.
- Betriebswirtschaftliche Auswertungen.
- Einkommensteuererklärungen für die Gesellschafter.
Voraussetzungen
- Grundkenntnisse im Bereich Buchhaltung, Steuern und Bilanzen
Zertifikate
- DATEV-Führerscheinzertifikat nach erfolgreich abgelegter Prüfung.
Termine
| Montag | 24.03.2024 | 10:00 - 16:00 Uhr im LC 134 |
| Dienstag | 25.03.2024 | 10:00 - 16:00 Uhr im LC 134 |
| Mittwoch | 26.03.2024 | 10:00 - 16:00 Uhr im LC 134 |
| Donnerstag | 27.03.2024 | 08:30 - 14:30 Uhr im LC 134 |
| Mittwoch | 02.04.2024 | 11:00 - 15:00 Uhr im LC 134 (Prüfung) |
Durchführung des Kurses
- Bitte bringen Sie die DATEV-Teilnehmerunterlagen auf einem eigenen Laptop / Tablet oder in ausgedruckter From mit.
- begleitende Lehrperson: Friederike Bauhoff
- begleitende Lehrperson: Inga Hardeck
- begleitende Lehrperson: Marvin Kraft
- begleitende Lehrperson: Beatrice Dorothea Renges
- begleitende Lehrperson: Simon Schmid
- verantwortliche Lehrperson: Andrea Dietel
Lange Zeit galt Interessenvertretung im Kultur- und Kreativsektor als Fremdkörper – und Kulturschaffende in einflussreichen Zeitdiagnosen entweder als neoliberale Vorzeigesubjekte oder als bloße Opfer von Prekarität. In diesem Seminar verschieben wir die Perspektive, indem wir kollektive Strategien der Einflussnahme auf Arbeits- und Produktionsbedingungen im Kultur- und Kreativsektor in den Blick nehmen: Fragen sozialer Absicherung und der Ruf nach fairen Arbeitsbedingungen haben neue Formen von Arbeitspolitik, Gewerkschaften und Verbänden auf den Plan gerufen. Das Seminar bietet einen Überblick über diese Transformationen von Arbeit und Politik.
Wir beginnen mit einer Bestandsaufnahme aktueller Arbeitskonflikte und Regulierungsmuster im Kultur- und Kreativsektor. Darauf aufbauend diskutieren wir spezifische Probleme der Arbeitspolitik. Wir analysieren klassische Akteur:innen wie Gewerkschaften und Berufsverbände ebenso wie neuere Labour Market Intermediaries – Agenturen oder Genossenschaften –, die zwischen Markt, Staat und Kreativen vermitteln. Schließlich fragen wir nach Koalitionen zwischen Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Initiativen und nach den Möglichkeiten, prekäre Arbeit politisch wirksam zu adressieren. Ziel ist es, die Spannbreite aktueller Arbeitspolitik im Kultur- und Kreativsektor sichtbar zu machen – zwischen prekären Strukturen und neuen Formen kollektiver Handlungsfähigkeit.
- begleitende Lehrperson: Alexander Postinett
- verantwortliche Lehrperson: Alexandra Manske
Im Seminar beschäftigen wir uns mit institutionellen Grundlagen, welche die Rahmenbedingungen für ein demokratisches Miteinander in der Bundesrepublik Deutschland darstellen. Dafür setzen wir uns im ersten Teil des Seminars mit vier der großen Demokratietheorien auseinander (Liberalismus, Republikanismus, Agonismus, deliberative Demokratietheorie). Im zweiten Teil gleichen wir diese Theorien mit der demokratischen Empirie des politischen Systems der Bundesrepublik ab. Dafür sehen wir uns die fünf ständigen Verfassungsorgane (Bundespräsident, Bundesrat, Deutscher Bundestag, Bundesregierung, Bundesverfassungsgericht) zunächst grundsätzlich und dann aus Perspektive der vier Demokratietheorien an. Fragen sind: Wie wird der politische Diskurs im Deutschen Bundestag geführt? Wie werden Konflikte zwischen Bundesrat und Bundestag ausgetragen? Ist der Bundespräsident eine moralische Instanz? Welche Rolle spielen rationale Begründungen beim Bundesverfassungsgericht? Wie gehen Akteure der Bundesregierung mit dem Spannungsverhältnis zwischen Gemeinwohl und Parteiinteressen um?
Das Seminar lebt von einer aktiven Diskussionskultur. Deswegen bitte ich Sie vorab um regelmäßige physische Anwesenheit und psychische Teilnahme. Die Sitzungen selbst werden strukturiert nach folgendem Muster ablaufen: CheckIn, Wiederholung, Impuls-Referat, Diskussion über Referat und Pflichtlektüre, Abschluss mit Platz für offene Fragen.
Die Studienleistung besteht aus mündlicher Mitarbeit, Vorbereitung der Pflichtlektüre sowie der Erstellung eines Impulsreferates (in der Gruppe). Die Prüfungsleistung wird ein wissenschaftlich fundiertes Essay sein (5-8 Seiten).
- verantwortliche Lehrperson: Laura Bieder
Im Seminar beschäftigen wir uns mit institutionellen Grundlagen, welche die Rahmenbedingungen für ein demokratisches Miteinander in der Bundesrepublik Deutschland darstellen. Dafür setzen wir uns im ersten Teil des Seminars mit vier der großen Demokratietheorien auseinander (Liberalismus, Republikanismus, Agonismus, deliberative Demokratietheorie). Im zweiten Teil gleichen wir diese Theorien mit der demokratischen Empirie des politischen Systems der Bundesrepublik ab. Dafür sehen wir uns die fünf ständigen Verfassungsorgane (Bundespräsident, Bundesrat, Deutscher Bundestag, Bundesregierung, Bundesverfassungsgericht) zunächst grundsätzlich und dann aus Perspektive der vier Demokratietheorien an. Fragen sind: Wie wird der politische Diskurs im Deutschen Bundestag geführt? Wie werden Konflikte zwischen Bundesrat und Bundestag ausgetragen? Ist der Bundespräsident eine moralische Instanz? Welche Rolle spielen rationale Begründungen beim Bundesverfassungsgericht? Wie gehen Akteure der Bundesregierung mit dem Spannungsverhältnis zwischen Gemeinwohl und Parteiinteressen um?
Das Seminar lebt von einer aktiven Diskussionskultur. Deswegen bitte ich Sie vorab um regelmäßige physische Anwesenheit und psychische Teilnahme. Die Sitzungen selbst werden strukturiert nach folgendem Muster ablaufen: CheckIn, Wiederholung, Impuls-Referat, Diskussion über Referat und Pflichtlektüre, Abschluss mit Platz für offene Fragen.
Die Studienleistung besteht aus mündlicher Mitarbeit, Vorbereitung der Pflichtlektüre sowie der Erstellung eines Impulsreferates (in der Gruppe). Die Prüfungsleistung wird ein wissenschaftlich fundiertes Essay sein (5-8 Seiten).
- verantwortliche Lehrperson: Laura Bieder
Während in vielen Gesellschaften politische Demokratie als grundlegendes Prinzip verankert ist, bleiben Entscheidungsprozesse in Betrieben und Unternehmen stark hierarchisch und von den Prärogativen des Managements bzw. der Eigentümer bestimmt. Zugleich existieren in Deutschland verschiedene Institutionen und Akteure, die Mitsprache und Mitbestimmung der Beschäftigten ermöglichen.
Das Seminar führt in die soziologische Analyse der Arbeitsbeziehungen ein und behandelt zentrale Fragen: Welche Formen von Partizipation und Mitbestimmung gibt es und was versteht man unter Wirtschaftsdemokratie? Welche Rolle spielen Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Betriebsräte – und vor welchen Herausforderungen stehen diese Akteure im Zuge von Globalisierung, Tertiarisierung und Digitalisierung?
Im ersten Teil vermittelt das Seminar grundlegende Kenntnisse über Akteure und Institutionen der Arbeitsbeziehungen in Deutschland. Im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt auf der Analyse zentraler Entwicklungstrends, die anhand aktueller Forschungsergebnisse gemeinsam erarbeitet und kritisch diskutiert werden. Ziel ist es, den Studierenden ein fundiertes Verständnis der Strukturen und Dynamiken von Arbeitsbeziehungen zu vermitteln und sie mit relevanter Forschungsliteratur vertraut zu machen.
- verantwortliche Lehrperson: Sophie Rosenbohm
Kann Folter in akuten Bedrohungssituationen für eine Demokratie eine legitime Staatspraxis sein? Sollte Folter entsprechend legalisiert werden? Im Rahmen des Seminars erarbeiten wir in einem ersten Schritt die zentralen Gegenstände – Was ist (eine) Demokratie und in welcher Beziehung stehen Demokratie und Menschenrechte? Was ist Folter? Im zweiten Teil des Seminars erarbeiten und diskutieren wir verschiedene theoretische Perspektiven auf die Frage nach der Beziehung zwischen Folter und Demokratie. Angrenzende Fragen, wie die nach der (richtigen) Balance zwischen Sicherheit und Freiheit, sind ebenso Gegenstand des Seminars. Das Seminar findet in Präsenz auf dem Campus statt. Die Seminarsprache ist Deutsch, wir werden aber auch englischsprachige Texte lesen und diskutieren. Folgende Leistungen sind zu erbringen: Für Studierende im Aufbaumoduls 5 „Politiktheorien der modernen Gesellschaft“ - Mündliche Präsentation (10-12 Minuten, benotet: 30 % der Gesamtnote; Themen- und Terminvergabe erfolgt in der zweiten Sitzung) - Exposé zur Hausarbeit (unbenotete Studienleistung, gilt als Themenabsprache und als Voraussetzung für das Schreiben der Hausarbeit) - Hausarbeit (15 Textseiten, benotet: 70 % der Gesamtnote) Für Studierende im Wahlpflichtmodul - Mündliche Präsentation (15 Minuten, benotet; Themen- und Terminvergabe erfolgt in der zweiten Sitzung) |
- verantwortliche Lehrperson: Annette Förster
Das Hauptseminar befasst sich mit einem zentralen Anliegen des Geschichtsunterrichts und der politischen Bildung –Demokratiebildung. Das Seminar geht von den theoretischen Grundlagen zur Demokratiebildung aus, um Gestaltungsperspektiven für Geschichtsunterricht zu diskutieren.
Basisliteratur
Achour, Sabine u.a. (Hrsg.): Demokratiebildung. Frankfurt 2021.
Ammerer, Heinrich: Historische Orientierung im Geschichtsunterricht. Frankfurt 2019.
Jelko, Peters: Verschwörungstheorien im Geschichtsunterricht. Frankfurt 2024.
Von Borries, Bodo: In Krisen Geschichte lernen, um Zukunft zu gewinnen: Überlebenstraining bei Umweltkollaps, Menschheitsverbrechen und Demokratieverfall. Frankfurt 2022.
Materialien
Word oder alternatives Programm (im Office-Paket für Studierende enthalten)
Microsoft Publisher (im Office-Paket für Studierende enthalten
- verantwortliche Lehrperson: Jan Siefert
„Demokratie und Rechtsstaat“ gelten als Eckpfeiler der Ordnung des Grundgesetzes. Dennoch zeichnet sich der Rechtsstaatsbegriff dadurch aus, dass er ein „Schleusenbegriff“ ist, der zwar einen unveränderbaren Kern besitzt, ansonsten aber durchaus unterschiedliche Füllungen erfahren könne. Am Beispiel der Massenverhaftungen von Nürnberg im Jahre 1981 soll untersucht werden, wie in unterschiedlichen Formationen von Gesellschaft – Politik, Zivilgesellschaft und Justiz – Rechtsstaatsvorstellungen artikuliert wurden. Dabei wird davon ausgegangen, dass diese über das konkrete Ereignis hinaus einen Einblick in das Inventar von Rechtsstaatsvorstellungen in der Bundesrepublik geben und damit zum Verständnis des Zusammenhangs von Rechtsstaat und Demokratie insgesamt beitragen.
- verantwortliche Lehrperson: Nils Bennemann
„Das Christentum endlich begann seinen Lauf als eine Lehre wandernder Handwerksburschen. Es war und blieb eine ganz spezifisch städtische, vor allem: bürgerliche Religion in allen Zeiten seines äußeren und inneren Aufschwungs.“ Entgegen Max Webers pointierter Einschätzung gibt es ein ausgesprochen ‚unbürgerliches’ Christentum zu entdecken, wenn wir uns in diesem Seminar der größten Massenerhebung der deutschen Geschichte, dem Bauernkrieg von 1525, zuwenden. Im Mittelpunkt wird dabei die Frage nach dem Einfluss der Reformation auf die ländliche Gesellschaft stehen.
- verantwortliche Lehrperson: Marcel Nieden
Der Heilige Gral in Mittelalter und moderner Rezeption
Dozent: Prof. Dr. Patrick Peters, MBA
Verantwortlicher Lehrstuhlinhaber: Prof. Dr. habil. Martin Schubert
Wintersemester 2025/2026, zwei Semesterwochenstunden
Der Heilige Gral zählt zu den faszinierendsten und vielschichtigsten Symbolen der europäischen Literatur- und Kulturgeschichte. Ursprünglich eingebettet in den höfisch-ritterlichen Kontext der Artusliteratur des Hochmittelalters, entfaltete sich die Gralserzählung rasch zu einem bedeutenden literarischen und religiösen Mythos, der über die Jahrhunderte hinweg immer neue Deutungen und Gestaltungen erfahren hat.
Im Mittelalter wurde der Gral zunächst als geheimnisvolles, oft sakral konnotiertes Objekt geschildert – ein Kelch, eine Schale oder auch ein Stein – dessen Ursprung, Bedeutung und Macht sich je nach Text und Tradition wandelten. Die Rezeption des Grals im modernen Zeitalter – von der Romantik über die Psychoanalyse bis hin zur Populärkultur – hat das Motiv weiter transformiert. In Literatur, Film, Kunst und Esoterik wird der Gral nicht nur als christliches Heilssymbol, sondern auch als Metapher für das Absolute, das Unbewusste oder die verlorene Ganzheit des Menschen verstanden. Werke wie Richard Wagners Parsifal, Monty Python and the Holy Grail, Dan Browns The Da Vinci Code oder die Indiana Jones-Filme zeugen von der ungebrochenen Faszination dieses Mythos‘ in der Moderne.
Das Seminar befasst sich daher einerseits mit der literarischen Darstellung, Symbolik und Bedeutung des Heiligen Grals bei Chrétien de Troyes, Wolfram von Eschenbach und Robert de Boron und damit auch mit den Ursprüngen und Wandlungen des Gralsthemas im Kontext höfischer Epik, religiöser Denkmodelle und symbolischer Weltsicht. Andererseits steht die Rezeption des 20. und 21. Jahrhunderts in Literatur und Film im Fokus und damit die vielfältigen Umdeutungen und Neuinszenierungen des Grals.
Die mittelalterlichen Romane werden wir ausschnittsweise im Seminar gemeinsam hinsichtlich der Gralsreflexion erarbeiten. Ebenso werden wir Ausschnitte aus filmischen Darstellungen diskutieren und uns mit den populär gewordenen ‚Theorien‘ von Lincoln, Baigent und Leigh sowie Dan Brown befassen, um Ursprung, Entwicklung und Rezeption des Gralsmythos in eine Linie zu setzen. Die Texte und Filme werden im Seminar zur Verfügung gestellt; angeschafft werden sollte (gebraucht gut erhältlich):
Volker Mertens: Der Gral. Mythos und Literatur. Stuttgart: Reclam 2003
- verantwortliche Lehrperson: Patrick Peters