Lehr-Moodle der Universität Duisburg-Essen
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In dem Projektseminar testen wir innovative digitale Ansätze der antisemitismuskritischen Bildung, die sich mit einem Gamification-Ansatz an Jugendliche ab Klasse 9 richten. Das Blockseminar beginnt mit einer allgemeineren Einführung in die diskriminierungs- und antisemitismuskritische Bildungsarbeit. Studierende lernen dazu den Ansatz der Dekonstruktion kennen und befassen sich kritisch mit Antisemitismus in den Sozialen Medien. Zwischen den Blockphasen testen Studierende ein Online-Spiel zur Antisemitismuskritik mit Schüler*innen an verschiedenen Schulen und dokumentieren die Ergebnisse. In einer zweiten Blockphase werten wir diese gemeinsam aus und entwickeln Auswertungsschwerpunkte für die Projektberichte.
- verantwortliche Lehrperson: Monika Hübscher
- verantwortliche Lehrperson: Sophie Schmalenberger
- verantwortliche Lehrperson: Annika Bonrath
- verantwortliche Lehrperson: Lukas Einhaus
- verantwortliche Lehrperson: Gregor Schiele
- verantwortliche Lehrperson: Lisa Bremer
- verantwortliche Lehrperson: Michelle Mitter
- verantwortliche Lehrperson: Henrik Victor Nordhaus
Soloselbstständige im deutschen Wohlfahrtsstaat.
Probleme und Strategien der sozialen Sicherung
Inhalt und Lernziel:
Das Seminar untersucht die soziale Sicherung von Soloselbstständigen. Die Teilnehmenden untersuchen die Alterssicherung von Soloselbstständigen auf Basis von Interviewmaterial aus einem aktuellen Forschungsprojekt.
Der deutsche Sozialstaat orientierte sich lange am Normalarbeitsverhältnis und ließ Selbstständige in zentralen Bereichen ungeschützt. Erst 2008 wurde eine Krankenversicherungspflicht eingeführt, eine verpflichtende Altersvorsorge fehlt bis heute. Zwei Drittel der Soloselbstständigen müssen eigenverantwortlich vorsorgen, was angesichts oft niedriger Einkommen zu einem hohen Armutsrisiko führt. Sie beziehen doppelt so häufig Grundsicherung wie ehemalige Angestellte. Trotz jahrelanger Reformdebatten bleibt eine Lösung aus. Zugleich weiß man sehr wenig darüber, wie Soloselbstständige dieser Sicherungslücke begegnen und wie sie den Reformplänen der Alterssicherung gegenüber stehen. Diese Wissenslücke ist Gegenstand des Seminars. Im Fokus stehen Berufe aus körperbezogenen ästhetischen Dienstleistungen (Tattoo, Hair & Care) und der Kulturwirtschaft. Das Projektseminar bietet Einblicke in ein aktuelles Forschungsprojekt und ermöglicht empirische Erfahrungen mit qualitativen Daten. Ziel ist die Schulung in der Auswertung qualitativer Interviews, deren Ergebnisse Sie in einer Projektarbeit dokumentieren. Das Seminar behandelt zunächst die selbstständige Erwerbstätigkeit und das Problem der sozialen Absicherung von Selbstständigen in Deutschland. Im zweiten Teil stehen Methodentexte zum Thema qualitative Forschung, die Auswertung und die gemeinsame Diskussion des Datenmaterials im Vordergrund.
Organisationsform: Projektseminar
(6 CTS; Semester A/2 SWS Workload: 90 h; Semester B/0 SWS: 90h)
Zeit: Fr, 10.00-12.00
Literatur: 9. Altersbericht der Bundesregierung, Kurzfassung (2024): Alt werden in Deutschland. Vielfalt der Potenziale und Ungleichheit der Teilhabechancen. Erkenntnisse und Empfehlungen. BMFSJ, Berlin.
Leistungsanforderungen
Teilnahme: Lektürebereitschaft (1-2 Paper pro Sitzung, Seitenumfang 8- (selten) 50 Seiten), Auseinandersetzung mit qualitativen Forschungsmethoden, insbesondere Interviewführung, -auswertung und schriftliche Präsentation von Forschungsergebnissen.
Prüfungsleistung: Prüfungsleistung ist a) ein Impulsreferat (10-15 Min.) zu einem der Lektüretexte und b) eine Projektarbeit, in der Vorgehen und Ergebnisse der eigenen Untersuchung präsentiert werden. Die Projektarbeit kann im Team (max. 3 Personen) erstellt werden, sofern die je individuellen Leistungen per Namen kenntlich gemacht werden. Der Umfang der Projektarbeit beträgt 12-15 Seiten. Anmeldung der Prüfungsleistung und Abgabe des Berichts im Sommersemester sowie im kommenden Wintersemester (zum 15.2.2026) möglich (dann aber im WS 25/26 ohne Veranstaltungsbesuch). Alle, die im Sommer abgeben möchten, Abgabefrist: 1.8.2025. Dafür ist die Anmeldung zur Prüfungsleistung im jeweiligen Semester erforderlich.
- verantwortliche Lehrperson: Alexandra Manske
- verantwortliche Lehrperson: Susanne Löhr
- verantwortliche Lehrperson: Lei Sun
- verantwortliche Lehrperson: Shaomei Cai
- verantwortliche Lehrperson: Susanne Löhr
- verantwortliche Lehrperson: Susanne Löhr
- verantwortliche Lehrperson: Yiqing Xiong

Bildung, Erziehung, Unterricht
Einführung in die allgmeine Pädagogik
Ziel der Vorlesung: Die Vorlesung soll einen Überblick über die unterschiedlichen Aspekte der Grundschulpädagogik geben. Dabei beleuchtet sie einzelne Aspekte und deren Bedeutung. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen kann dann im Rahmen von Seminaren erfolgen.
- verantwortliche Lehrperson: Ingelore Mammes

- verantwortliche Lehrperson: Yuka Ando
- verantwortliche Lehrperson: Yuko Sugita
Wie wollen wir Menschen machen? Liebe, Sex und Kinder im Zeitalter der Biotechnik
Inhalte
Was einst für den Kuhstall entwickelt wurde – assistierte Befruchtung –, ist längst humanmedizinischer Standard in der Kinderwunsch-Behandlung bei Fruchtbarkeitsstörungen geworden. Brauchen wir aber demnächst überhaupt noch Frau und Mann für die Erzeugung von Kindern?
Dabei hat die Verlagerung der Befruchtung der Eizelle aus dem Inneren des weiblichen Körpers in ein Reagenzglas (In-vitro-Techniken: IVF, PID) neben gesundheitsbezogenen Kontrollmöglichkeiten (vererbbare Krankheiten) auch neue soziale Optionen eröffnet: Samenspende, Eizellspende, Leihmutterschaft bestimmen den internationalen Kinderwunsch-Markt und haben Elternverhältnisse vervielfacht. Das Spektrum sozialer Möglichkeiten wird durch atemberaubende Fortschritte in der zellbiologischen Forschung und Therapie (3-Eltern-Kind) noch erweitert und erfährt durch die Gender-Debatte eine neue Rahmung und Dynamisierung: Für lesbische Paare und alleinstehende Frauen hat schon vor etwa 30 Jahren das Klon-Schaf Dolly die Aussicht auf ein genetisch eigenes Kind eröffnet, da Dolly ohne eine männliche Samenzelle das Licht der Welt erblickt hat. Im Sommer 2023 wurde die Geburt von Mäusen mit zwei genetischen Vätern, aber ohne Einsatz einer weiblichen Eizelle (d.h. ohne eine genetische Mutter), verkündet. Daraus ergibt sich eine Vielzahl neuartiger herausfordernder Fragen: Sollen homosexuelle Paare auch genetisch eigene Kinder ohne Eizellspenderin bekommen können? Aus was entsteht ein menschlicher Embryo? Sollen die neuen reproduktionstechnologischen Möglichkeiten, ein genetisch eigenes Kind herzustellen, für die reproduktive Selbstbestimmung gleichgeschlechtlicher Paare oder für Alleinstehende gefördert werden? Wer profitiert davon? Wie präsentieren sich die Akteure des Kinderwunschmarktes? Welche Charakteristika definieren eigentlich, was eine Familie ist? Wodurch wird ein Kind zum eigenen Kind? Was bedeuten die reproduktionstechnologischen Optionen für die (derart erzeugten) Kinder und für die Gesellschaft im Ganzen? Wie verändern die neuen Reproduktionstechnologien das Verhältnis des Privaten und des Öffentlichen?
Adressaten und Lernziele
Schon die Themenbeschreibung zeigt, dass die Problematik eine Vielzahl höchst unterschiedlicher fachwissenschaftlicher Perspektiven involviert (Biologie, Medizin, Biotechnologie, Ökonomie, Soziologie, Soziale Arbeit, Psychologie, Ethik, Rechtswissenschaften etc.). Das multidisziplinäre Spektrum wird im Seminar sukzessive miteinander erarbeitet und in einem zunehmend komplexer werdenden interdisziplinären Problemdiskurs diskutiert und reflektiert. Dabei sollen sowohl Kenntnisse über den Stand des biotechnisch Möglichen bis hin zum rechtlich derzeit (prioritär in Deutschland und Europa) Erlaubten in der Familienplanung erworben werden. Ferner erwerben Studierende im Verlaufe des Seminars eine interdisziplinär fundierte Urteilskompetenz, um aus verschiedenen Perspektiven die Herausforderungen und Zumutungen zu analysieren, die sich aus der Bandbreite reproduktionstechnologischer Möglichkeiten für die beteiligten und betroffenen Individuen, die Familien sowie die Gesellschaft im Ganzen ergeben. Ziel ist, im Verlaufe des Seminars Kriterien für die ethische Beurteilung und eine konstruktiv-kritische, rechtspolitische Fortentwicklung des reproduktionstechnologischen Spektrums zu identifizieren, das unsere Lebenswelt bereits umfangreich, jedoch meist unreflektiert, bestimmt.
Leistungspunkte: Unbenotetes Impulsreferat i.V.m. benotetem Essay (ca. 15.000 Zeichen), alternativ benotetes Lerntagebuch (20.000 – 24.000 Zeichen), auf der Grundlage des multidisziplinären Themenspektrums des Seminars
Zeitliche Projektierung:
Vorbesprechung: Mo., 20. Juli 2026, 16:15-18:45 Uhr, R S06 S00 B29
Seminar: Do/Fr 6./7. Aug. 2026 Raum S06 S01 B06
Do/Fr 20./21. Aug. 2026, Raum: S06 S01 B29
jeweils 10:00-16:00 Uhr
Abgabe von Essay / Lerntagebuch: 26. Aug. 2026
- verantwortliche Lehrperson: Heike Baranzke

Sie werden zu Kursbeginn (13.4)/14.4) automatisch in den Kurs aufgenommen!
- verantwortliche Lehrperson: Birgit Sattler
- verantwortliche Lehrperson: Nicole Justus
- verantwortliche Lehrperson: Heike Roll