Lehr-Moodle der Universität Duisburg-Essen
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Dieses BA-Seminar stellt zentrale Spracherwerbstheorien und ihre Terminologie vor. Sie erarbeiten im Seminar, unterstützt von Aufgaben, Lesetexten, Videos und praktischen Beispielen, ein Verständnis von unauffälligem und auffälligem / typischem und a-typischem Spracherwerb bei einsprachigen als auch mehrsprachigen Kindern.
Die Beispielfragen im Moodleraum vermitteln Ihnen, gemeinsam mit Präsenzeinheiten, relevante Informationen zur mündlichen Prüfung, zu der Sie sich in der 5.+6. Semesterwoche anmelden können (oder alternativ in den Folgesemestern).
In diesem Semester findet der Kurs vor Ort statt. Eine asynchrone Teilhabe ist nur nach vorheriger Absprache (und guter Begründung) möglich.
- verantwortliche Lehrperson: Judith Purkarthofer

Thema: Theorien und Methoden der Spracherwerbsforschung; unauffälliger und auffälliger, einsprachiger und mehrsprachiger Spracherwerb.
- verantwortliche Lehrperson: Ilka Fladung

Das Seminar findet überwiegend in Präsenz statt (vermutlich zwei bis drei Selbststudiumseinheiten). Sie arbeiten in Präsenz überwiegend in Gruppen zusammen, zu Hause bereiten Sie regelmäßig Literatur, aber auch Videos und andere Materialien vor. Am Ende werden Sie Fragen beantworten können wie
- Was versteht man unter Spracherwerb? Wie lässt sich das Phänomen beobachten, beschreiben und erklären?
- Welche Formen des Spracherwerbs sind zu unterscheiden? Was kenzeichnet mehrsprachigen Spracherwerb im Vergleich zu einsprachigem Spracherwerb?
- Wie verläuft der Spracherwerb und welche Schwierigkeiten können auftreten? Wann spricht man von Sprachentwicklungsstörungen und wie sollten Grundschullehrkräfte diese berücksichtigen?
- Warum ist Mehrsprachigkeit der Normalfall und wie können linguistische Grundbegriffe dabei helfen, im unterrichtlichen Handeln Spracherwerbsprozesse zu erkennen, anzubahnen und zu begleiten?
- verantwortliche Lehrperson: Heike Kleinheyer

Das Seminar findet überwiegend in Präsenz statt (vermutlich zwei bis drei Selbststudiumseinheiten). Sie arbeiten in Präsenz überwiegend in Gruppen zusammen, zu Hause bereiten Sie regelmäßig Literatur, aber auch Videos und andere Materialien vor. Am Ende werden Sie Fragen beantworten können wie
- Was versteht man unter Spracherwerb? Wie lässt sich das Phänomen beobachten, beschreiben und erklären?
- Welche Formen des Spracherwerbs sind zu unterscheiden? Was kenzeichnet mehrsprachigen Spracherwerb im Vergleich zu einsprachigem Spracherwerb?
- Wie verläuft der Spracherwerb und welche Schwierigkeiten können auftreten? Wann spricht man von Sprachentwicklungsstörungen und wie sollten Grundschullehrkräfte diese berücksichtigen?
- Warum ist Mehrsprachigkeit der Normalfall und wie können linguistische Grundbegriffe dabei helfen, im unterrichtlichen Handeln Spracherwerbsprozesse zu erkennen, anzubahnen und zu begleiten?
- verantwortliche Lehrperson: Heike Kleinheyer
- verantwortliche Lehrperson: Nicole Justus
- verantwortliche Lehrperson: Julia Plainer
- verantwortliche Lehrperson: Heike Roll

Worum geht es in diesem Seminar?Internetbasierte Kommunikation bezeichnet die Kommunikation auf der Grundlage von Kommunikationstechnologien, die die Infrastruktur des Internets als technische Basis nutzen. Den Kernbereich der internetbasierten Kommunikation bilden Formen der dialogischen Kommunikation, bei denen die Beteiligten zwischen Rezipienten- und Produzentenrollen wechseln können und die (häufig schriftlichen) Kommunikate von ihren Produzent:innen als Beiträge zu einer interaktionalen, sequenziell organisierten Kommunikationsstruktur konzipiert sind. Bekannte Formen internetbasierter Kommunikation sind Chats und Online-Foren, die Kommunikation über Messaging-Dienste wie WhatsApp oder Signal, in sozialen Netzwerken (z. B. Instagram, TikTok) aber auch mündliche, über Audio- und Videoconferencing-Software (z. B. Discord, Teamspeak, Zoom) vermittelte Gespräche mit der für sie charakteristischen 'Telepräsenz' der Beteilgten. Typischerweise kommunizieren Menschen über das Internet in den (in aller Regel wenigen) Sprachen, die sie in ihrem privaten und beruflichen Alltag gewohnheitsmäßig gebrauchen. Als Ganzes stellen das Internet und die über seine Infrastruktur verfügbaren Kommunikationsanwendungen aber einen globalen Kommunikationsraum dar, in dem in sehr vielen der 6.000 bis 7.000 Sprachen der Welt kommuniziert wird — dies aber unter vergleichbaren soziotechnischen Rahmenbedingungen (Affordanzen). Das macht die internetbasierte Kommunikation zu einem gleichermaßen spannenden wie innovativen Untersuchungsgegenstand auch für die sprach- und kulturkontrastive linguistische Forschung. Für die Sprachen Deutsch und Englisch, die in den vergangenen 25 Jahren besonders intensiv hinsichtlich Ihres Gebrauchs in der internetbasierten Kommunikation beforscht wurden, hat die Linguistik gezeigt, dass die sprachlichen und kommunikativen Praktiken in internetbasierter Kommunikation einen Sprachwandel ausgelöst haben, in dessen Rahmen Schrift im großen Stil zur Trägerin spontaner, interaktional konzipierter Alltagskommunikation geworden ist. Als Resultat davon ist der schriftliche Sprachgebrauch in Chats, Messengern und Social-Media-Apps geprägt durch eine Orientierung an den Anforderungen und Zwecken der Interaktion und durch eine Orientierung an der gesprochenen Umgangssprache ('interaktionsorientiertes Schreiben'). Weitere sprachliche Besonderheiten betreffen die Adaption von Mitteln der multimodalen Textgestaltung und die Integration von Bildzeichen (z. B. Emojis, GIFs und Stickern) und der graphischen Gliederung geschriebener Sprache (Interpunktionszeichen) für die Zwecke der Interaktionsgestaltung. Sprachkontrastiver Fokus:Im Fokus dieses Seminars steht die vergleichende Untersuchung sprachlicher und multimodaler Merkmale internetbasierter Kommunikation im Deutschen und in anderen Sprachen. Die Auswahl der Kontrastsprachen richtet sich nach den Sprachen, über die die Teilnehmenden als Familien- oder Fremdsprachen verfügen und in denen sie über fortgeschrittene Kompetenzen verfügen. Zunächst erarbeiten sich die Teilnehmenden im Seminar Grundlagenwissen zu linguistischen Konzepten, die für die Erforschung von Sprache in der internetbasierten Kommunikation benötigt werden. Dies geschieht vor allem im Selbststudium anhand des bei erschienenen Einführungsbuchs von Beißwenger et al. (2025), das über Primo in der E-Book-Version zugänglich ist (s.u.). Darauf aufbauend werden die Teilnehmenden in Projektgruppen Daten internetbasierter Kommunikation zu einer Reihe von Sprachen erheben, auf die wir uns zuvor verständigt haben. Ziel ist der gemeinsame Aufbau eines mehrsprachigen Datensets, das um analyserelevante Metadaten angereichert ist und das wir anschließend für die sprachkontrastive Analyse zu ausgewählten sprachlichen Phänomenen und Praktiken nutzen werden. |
- verantwortliche Lehrperson: Michael Beißwenger
- verantwortliche Lehrperson: Sarah Steinsiek
- verantwortliche Lehrperson: Yinglei Zang
Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundlagen der kontrastiven Linguistik. In der Begegnung mit verschiedenen Sprachen, identifizieren wir ‚Stolpersteine‘, die sich durch die intuitive Übertragung von Strukturannahmen über das Deutsche auf den Bau von Wörtern, Sätzen und kommunikativen Äußerungen in diesen Sprachen ergeben. Die damit verbundenen Irritationen darüber, dass diese fremden Sprachen offenbar anders ‚funktionieren‘ als das Deutsche, nehmen wir anschließend unter unter linguistischer und sprachvergleichender Perspektive genauer unter die Lupe.
Im Fokus der Betrachtung stehen deshalb – ganz bewusst – Sprachen, die für alle Teilnehmenden gleichermaßen fremd sind und die sich vom Deutschen typologisch deutlich unterscheiden, sodass die strukturellen Differenzen zum Deutschen bereits im Rahmen erster Erkundungen unmittelbar ins Auge springen. Die betreffenden Sprachen werden von den Teilnehmenden zunächst eigenständig anhand von Leitfragen anhand der Sprachlern-Apps Duolingo, 'Ōlelo und Ling erkundet. Die dabei festgestellten Auffälligkeiten und Irritationen werden anschließend in Form gemeinsamer, angeleiteter Analysen von Sprachbeispielen (Sätze, einfache Textbeispiele mit Hilfestellungen) in den Seminarsitzungen systematisiert und in ihrer spezifischen Differenz zum Deutschen linguistisch beschrieben. Dazu werden wir einerseits auf grammatisches Analysewissen zum Deutschen und andererseits auf Nachschlagewerke und Strukturbeschreibungen zu den betrachteten Sprachen zurückgreifen.
Die folgenden Sprachen stehen im Fokus der sprachkontrastiven Erkundungen und Analysen:
- zwei polynesische, ozeanische Sprachen aus der austronesischen Sprachfamilie: das Hawaiianische (= die Sprache der Ureinwohner der Inselkette Hawaii) und das mit ihm verwandte Maori (= die Sprache der indigenen Bevölkerung Neuseelands)
- zwei keltische Sprachen aus der indoeuropäischen Sprachfamilie: das Irische und das mit ihm verwandte Walisische
- zwei nordgermanische Sprachen, die wie u. a. das Deutsche, Niederländische und Englische dem germanischen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie angehören: das Norwegische und das mit ihm verwandte Isländische
In unserer Beschäftigung mit diesen Sprachen werden wir vom genetisch Unterschiedlichsten und deshalb als (zunächst) besonders ‚fremdartig‘ Anmutenden (= polynesische Sprachen) zum genetisch dem Deutschen Verwandten (= keltische Sprachen) und nah Verwandten (= nordgermanische Sprachen) vorgehen.
Die betrachteten Sprachen werden jeweils anhand ausgewählter Phänomene auf den linguistischen Beschreibungsebenen Phonologie/Graphematik, Morphologie, Syntax und Lexik/Semantik im Vergleich mit dem Deutschen (und partiell auch dem Englischen) untersucht. Daneben werden wir punktuell auch weitere Sprachen in unsere sprachvergleichenden Untersuchungen einbeziehen, die die Teilnehmenden in der Schule oder im Rahmen ihres Studiums als Fremdsprachen kennengelernt haben (Französisch sowie ggf. Spanisch, Latein) oder die sie als Erst- oder Zweitsprache selbst in die Seminardiskussion einbringen.
- verantwortliche Lehrperson: Michael Beißwenger

Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundlagen der kontrastiven Linguistik. In der Begegnung mit verschiedenen Sprachen, die für alle Teilnehmenden gleichermaßen fremd sind, identifizieren wir 'Stolpersteine', die sich durch die intuitive Übertragung von Strukturannahmen über das Deutsche auf den Bau von Wörtern, Sätzen und kommunikativen Äußerungen in diesen Sprachen ergeben. Die damit verbundenen Irritationen darüber, dass diese fremden Sprachen offenbar anders 'funktionieren' als das Deutsche, nehmen wir anschließend unter unter linguistischer und sprachvergleichender Perspektive genauer unter die Lupe.
Im Fokus der Betrachtung stehen eine polynesische (Hawaiianisch) und eine keltische Sprache (Walisisch oder Irisch) sowie zwei sog. 'Kreolsprachen' (Haitianisch, Unserdeutsch), die wir unter Berücksichtigung ihrer typologischen Merkmale hinsichtlich ihres Wortschatzes, ihrer Semantik und der Prinzipien der Satzbildung untersuchen. Daneben werden wir auch auf ausgewählte Nachbarsprachen des Deutschen im europäischen Kontext (Englisch, Französisch, Spanisch u. a.) eingehen, die die Teilnehmenden in der Schule als Fremdsprachen kennengelernt haben, und deren Verwandtschaft innerhalb der indeoeuropäischen Sprachfamilie klären.
Die Sprachen werden von den Teilnehmenden anhand der App Duolingo erkundet, Irritationen und weitere Auffälligkeiten bei den Erkundungen werden in den Sitzungen zusammengetragen und protokolliert. Für die genauere Untersuchung ausgewählter Phänomene werden Grammatiken, sprachvergleichende Literatur sowie weitergehende Sprachbeispiele (kurze Texte, Transkripte) herangezogen.
- verantwortliche Lehrperson: Michael Beißwenger

Dieser Kurs richtet sich in erster Linie an Studierende der Studiengänge 2-Fach-BA Geisteswissenschaften und Kulturwirt, die über Grundkenntnisse des Niederländischen verfügen. Dieser Kurs vermittelt weitere Grundkenntnisse der niederländischen Sprache (Grammatik, Wortschatz) und gehört zum Intensivsprachkurs Niederländisch II.
- verantwortliche Lehrperson: Gabriele Boorsma
- verantwortliche Lehrperson: Nicole Justus
- verantwortliche Lehrperson: Heike Roll
Sprachliche Normen sind sozial vereinbarte, von der Sprachgemeinschaft ausgehandelte kommunikative Regeln, Muster bzw. Konventionen. Ihre Einhaltung ist mit bestimmten Erwartungen verbunden; umgekehrt werden Abweichungen von der Norm sanktioniert.
Im Seminar befassen wir uns mit unterschiedlichen Normkonzepten insbesondere im Bereich Orthographie und Grammatik, dem Geltungsbereich sprachlicher Normen im Spannungsverhältnis von Variation und Wandel sowie mit unterschiedlichen Norminstanzen. Darüber hinaus nehmen wir verschiedene Anwendungsfelder in den Blick und reflektieren die Rolle sprachlicher Normen im schulischen Kontext des Deutschunterrichts.
- verantwortliche Lehrperson: Ilka Lemke
Sprache ist ein wesentliches Element von Interaktion und Begegnung. Gleichzeitig werden Sprachen und sprachliche Zuschreibungen auch genutzt, um andere auszuschließen und zu diskriminieren. In diesem Seminar beshäftigen wir uns mit Ein- und Ausschlüssen und Möglichkeiten der Teilhabe - und den sprachlichen Mitteln, mit denen diese umgesetzt werden. In einem neuen Format wollen wir gleichzeitig auch bearbeiten, wie Teilhabe als Thema sprachdidaktisch eingesetzt werden kann und wie Spracherleben als Lerngelegenheit genutzt werden kann.
- verantwortliche Lehrperson: Ilka Fladung
- verantwortliche Lehrperson: Judith Purkarthofer