
Eine gute Forschungsskizze entsteht nicht erst beim Schreiben. Sie entsteht dort, wo aus einer pädagogisch relevanten Beobachtung ein präzises Erkenntnisinteresse wird und aus diesem Erkenntnisinteresse ein methodisch begründetes Vorgehen.
Diese Onlineeinheit unterstützt Sie dabei, Ihr bisheriges Themen- und Problem-Memo quantitativ weiterzuentwickeln. Sie knüpft an die bisherige Seminararbeit an: Sie haben Unterrichtssituationen beschrieben, Deutungen geprüft, qualitätsbezogene Perspektiven einbezogen, ein wissenschaftliches Problem formuliert und eine vorläufige Forschungsfrage entwickelt. Nun geht es darum, den quantitativen Zugriff auf Ihr Vorhaben genauer auszuarbeiten.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welcher Ausschnitt Ihres Problems standardisiert untersucht werden kann. Dazu präzisieren Sie zentrale Begriffe, entwickeln erste Operationalisierungsideen, unterscheiden Konstrukte, Indikatoren und Variablen, wählen ein kleines Forschungsdesign, entwerfen eine passende Erhebung und planen eine einfache Auswertung.
Die Einheit ist praxisnah angelegt. Sie arbeiten durchgehend an Ihrem eigenen Vorhaben und nutzen ein durchgehendes Beispiel aus dem Unterricht, um die einzelnen Entscheidungen nachzuvollziehen. Ziel ist kein großes Forschungsdesign, sondern ein klar begründeter methodischer Kern für Ihre Forschungsskizze: Was genau soll untersucht werden? Woran lässt sich dieser Gegenstand empirisch erkennen? Wie können Daten im Praxissemester erhoben werden? Welche Auswertung passt dazu? Wo liegen die Grenzen der Aussagekraft?
Am Ende der Onlineeinheit verfügen Sie über einen zusammenhängenden Arbeitsstand, den Sie in die weitere Ausarbeitung Ihrer Forschungsskizze einbringen können.
Bitte halten Sie Ihr bisheriges Themen- und Problem-Memo sowie Ihre vorläufige Forschungsfrage bereit. Die Bearbeitungszeit liegt je nach Vorarbeit bei etwa zwei bis vier Stunden.
- verantwortliche Lehrperson: Daniel Scholl







