Neu: Lehr-Moodle der Universität Duisburg-Essen
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In historisch-systematischer Perspektive führt die Vorlesung in bildungs- und erziehungstheoretische Ansätze ein und stellt diese in ihren jeweiligen gesellschaftlichen Entstehungskontexten vor. Bezug genommen wird u.a. auf die Epoche der europäischen Aufklärung, die Reformpädagogik sowie die deutsche Bildungsgeschichte seit 1945. Der historische Durchgang zeigt, dass sich bestimmte Ideen benennen lassen, die die Pädagogik prägen, wie z.B. die Erziehungsbedürftigkeit oder die Bildsamkeit des Kindes. Zugleich wird deutlich, dass diese Annahmen stets Ausdruck zeit- und gesellschaftsgebundener Formen pädagogischen Denkens sind. Ziel der Vorlesung ist es, einen differenzierteren, problemorientierten Überblick über die Strömungen und Traditionen moderner Pädagogik zu geben.
- begleitende Lehrperson: Rebecca Och
- begleitende Lehrperson: Elena Anouk Scharun
- verantwortliche Lehrperson: Friederike Schmidt
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In Anbetracht gesellschaftlichen Entwicklungen und Zeitdiagnosen (etwa hinsichtlich Krisen und Konflikten, erstarkender rechter Bewegungen und Einflussnahmen sowie Macht- und Diskriminierungsverhältnissen) kommt der politischen (Erwachsenen-)Bildung eine maßgebliche Bedeutung zu. Der Zugang zu politischer und gesellschaftlicher Teilhabe, zur Mitbestimmung und Mitgestaltung von Gesellschaft ist jedoch von Ungleichheiten geprägt. Nicht alle haben die gleichen Zugänge zu Bildung und Politik, vielmehr zeigen sich milieuspezifische Unterschiede. So werden vor allem Menschen aus niedrigen sozialen Milieus stärker ausgeschlossen bzw. nicht gehört und fühlen sich teils nicht berechtigt, eigene Themen als ‚politisch‘ wahrzunehmen und einzubringen. Die Profession der Politischen (Erwachsenen-)Bildung und die Tätigen sind in diese ungleichheitsrelevanten Prozesse eingebunden und können einerseits an diesen Machtmechanismen beteiligt sein, andererseits auch Gegenhorizonte entwickeln. Das erfolgt etwa darin, dass sie in ihren Angeboten und Bildungskonzeptionen unterschiedliche Zugänge zu politischer und gesellschaftlicher Teilhabe in Wert setzen, an milieuspezifische Hintergründe der Lernenden anknüpfen und somit emanzipative Lernprozesse fokussieren. In Zusammenhang steht das zudem mit der Reflexion von eigenen Vorstellungen und Prinzipien, die (angehende) politische Bildner*innen in das Feld hineingetragen: Wie sind die Professionellen mit ihren Lebensgeschichten, Vorstellungen und Handlungsweisen selbst in diese Dynamiken involviert? Was folgt daraus für das (zukünftige) professionelle Handeln und die eigene Rolle? Wie können ungleichheitssensible Perspektiven entwickelt werden? Diese Aspekte wollen wir im Seminar entlang unterschiedlicher Zugänge in den Blick nehmen und dabei neben theoretischen und empirisch-praxisorientierten Zugängen stets auch selbstreflexive Anteile einbinden. Im Sinne der Öffnung des Seminars in den vertiefenden Studien/im Optionalbereich (E3) können dabei auch Anknüpfungspunkte zu anderen Handlungsfeldern und Disziplinen im Sinne einer Querschnittorientierung hergestellt werden. |
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- begleitende Lehrperson: Niklas Zieglarz
- verantwortliche Lehrperson: Catrin Opheys
Liebe Studierende,
es ist wieder einmal so weit: Das spannende Seminar „Gruppendynamik“ steht an! In diesem Kurs werden wir viele verschiedene Dynamiken innerhalb von Gruppen kennenlernen, wie z. B. Macht, Konflikte, Einfluss, soziale Identität, Inklusion usw.
Soziales Lernen und methodisches Handeln lehrt uns, wie wir die einfachen und komplizierten Interaktionen in verschiedenen Gruppen wie Menschenmengen, Familien, Peer-Gruppen, Organisationen und mehr verstehen und analysieren können.
Als zukünftige Sozialarbeiter:innen ist es notwendig zu wissen, wie sich Individuen in sozialen Kontexten verhalten, denken und handeln, da die Individuen fast immer innerhalb von Gruppen interagieren und wir hoffentlich während des Kurses viel darüber lernen werden!
Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Sommersemester!
Ihre Bita Behravan
- verantwortliche Lehrperson: Bita Behravan
Seit den 2010er Jahren arbeiten immer mehr Kommunalverwaltungen in NRW zum Themenkomplex Sozialplanung, um möglichst gleichwertige Lebensverhältnisse im Land herzustellen und gut auf Veränderungen reagieren zu können. Das Seminar soll Ihnen einen Überblick geben, was Sozialplanung ist, welche Schritte typischerweise gegangen werden, wie sich Sozialplanung vom klassischen Verwaltungshandeln unterscheidet und wie unterschiedliche Beteiligte Teil der Sozialplanung sein können (Fachplanungen, Träger, Politik). Abgerundet wird der Überblick mit ersten Ideen, wie Sozialplanung direkt bei den Bürger*innen ankommt und welche Herausforderungen im Prozess auf Sie warten könnten. Im Seminar werden wir uns dem Thema mit unterschiedlichen Methoden nähern, sodass Sie Gelerntes direkt anwenden können.
- verantwortliche Lehrperson: Denise Anton
Unterschiedliche Interessenslagen und Dynamiken prägen die aktuelle Migrations- und Integrationspolitik. In diesem Spannungsverhältnis werden öffentliche und politische Diskurse rund um Migration häufig überaus emotional und zum Teil polemisch geführt. Dabei besteht eine gewisse Diskrepanz zwischen den Erkenntnissen der Migrationsforschung und dem, was politisch opportun oder notwendig erscheint.
Genau hier setzt das Seminar an, um die verschiedenen Aspekte von Migration, Integration und sozialen Ungleichheiten im Kontext von Deutschland als Migrationsgesellschaft soziologisch zu analysieren. Das Seminar hat das Ziel, nicht nur entsprechende theoretische und empirische Kenntnisse zu vermitteln, sondern die Studierenden auch in die Lage zu versetzen, sich kritisch mit empirischen Befunden aus der Forschung auseinanderzusetzen und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Diskurse aus soziologischer Sicht zu diskutieren und einzuordnen. Neben der Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen und Konzepten der Migrations- und Integrationsforschung, werden wir uns empirische Befunde aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen widmen, etwa aus dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, dem Bildungs- und Gesundheitssystem sowie dem Bereich der politischen Teilhabe.
Neben dem Absolvieren der Studienleistung, werden im Seminar regelmäßige Präsenz, aktive Teilnahme sowie das Lesen der Seminarlektüre vorausgesetzt.
- verantwortliche Lehrperson: Sarah Bhatti
Das Seminar behandelt verschiedene Ansätze zur Analyse des Lebenslaufs. In der Veranstaltung soll anhand ausgewählter Texte der Lebenslauf als ein soziales Organisationsprinzip und als subjektive Konstruktion individueller Akteure aus verschiedenen Blickwinkeln erarbeitet und mit den biographischen Diskontinuitäten moderner Gesellschaften konfrontiert werden. Anhand empirischer Studien soll auch eine Einführung in verschiedene Methoden der Lebenslaufsforschung gegebene werden.
Teilnahmevoraussetzung: Als (unbenotete) Studienleistung soll von einer Kleingruppe (2-3 Studierende) ein Text präsentiert werden.
- verantwortliche Lehrperson: Klaus Birkelbach
In diesem Sozioökonomischen Vertiefungsseminar beschäftigen wir uns mit der Care-Ökonomie, einem zentralen Aspekt auf dem Weg zu einer sozial und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft. Der Fokus liegt auf der Analyse sowohl der bezahlten als auch der unbezahlten (Care-)Arbeit. Ein fundiertes Verständnis der Care-Ökonomie und ihrer Organisationsformen ist essenziell für die Transformation unserer Gesellschaft.
Im Rahmen des Seminars werden wir diskutieren, was unter Care-Arbeit verstanden wird, wie das ökonomische Bild derzeit aussieht und mögliche Gestaltungsformen. Im Seminar werden wir Ansätze zur Diskussion stellen, die die Wertschätzung und Organisation von Care-Arbeit nachhaltig verbessern könnten.
Die Diskussionen basieren auf interdisziplinärer Literatur, darunter Artikel aus der neoklassischen, feministischen und ökologischen Ökonomie, der Soziologie sowie auf Konzepten wie Buen Vivir, Degrowth und Ubuntu.
Die Prüfungsleistung ist eine Präsentation und ein Essay bei dem die Studierenden ein Aspekt der Care-Ökonomie analysieren und reflektieren werden.
Die Studienleistung ist eine Präsentation.
- verantwortliche Lehrperson: Franziska Dorn

Diese Vorlesung ist der Geschichte des spanischen Theaters von seiner Entstehung im Spätmittelalter bis hin zu theatralen Phänomenen unserer Gegenwart gewidmet. Dazu gehört eine Einführung in den jeweiligen kulturhistorischen Kontext der verschiedenen Epochen der spanischen Theatergeschichte, aber auch die Vermittlung von Grundlagen der Dramenanalyse. Dabei werden wir auch das Verhältnis von Theatertext und Aufführungspraxis diskutieren. Noch vor Semesterbeginn wird ein Kurs auf der Plattform moodle eingerichtet. Dort werden der Verlaufsplan der Vorlesung angezeigt und sämtliche Textauszüge und weiterführende Literatur für die Examensvorbereitung zur Verfügung gestellt.
Literatur: • Volker Roloff und Harald Wentzlaff-Eggebert (Hg.), Das spanische Theater vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Düsseldorf 1988. • Michael Rössner, Das Theater der Siglos de Oro, in: Christoph Strosetzki (Hg.), Geschichte der spanischen Literatur, Tübingen 1991, 161-191. • Cerstin Bauer-Funke, Teatro español de los siglos XX y XXI, Berlin 2021.
- verantwortliche Lehrperson: Helena Goerke
- verantwortliche Lehrperson: Susanne Zepp-Zwirner

Der Kurs der Speziellen (SRT) und Allgemeinen Relativitätstheorie (ART) mit Elementen der relativistischen Feldtheorie umfasst eine große Spanne an Themen: von der Vertiefung der SRT über
die Einführung in die Differenzialgeometrie, die Sprache der ART und anderer modernen Feldtheorien, die Einstein-Gleichungen, die die Wechselwirkung zwischen Energie, Materie und Krümmung der Raumzeit beschreiben, bis zu den wichtigsten Themen der modernen Gravitationsphysik, wie Gravitationswellen, schwarze Löcher, Kosmologie, uvm.
Der Kurs wird auf Deutsch gehalten (außer anders gewünscht). Ein eigener Skript wird den Kursteilnehmern zur Verfügung gestellt. Fragen sind jede Zeit sehr willkommen!
Es werden auch Übungen angeboten (aka Projekt), die durch Einblicke in konkrete Rechentechniken das Verständnis der Differenzialgeometrie sowie physikalischer Effekte der speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie und der relativistischen Feldtheorie vertiefen sollten.
WWW: udue.de/ART
Inhalt:
- Wiederholung und Vertiefung Spezieller Relativitätstheorie: Minkowski-Diagramme, Vierer-
Vektoren/Tensoren Schreibweise, Äquivalenz-Prinzip, Scheinkräfte, Geodäten-Gleichung;
- Riemannsche Geometrie: Krummlinige Koordinaten, Koordinaten-Transformationen, Metrik, Christoffel-Symbole, kovariante Ableitung, Krümmung, Torsion;
- Relativistische Feldtheorie: Skalar- und Maxwell-Felder, relativistische Hydrodynamik
(ideale Flüssigkeit, Gas, Staub), Energie-Impuls Tensor, minimale Kopplung;
- Allgemeine Relativitätstheorie: Einstein-Hilbert-Wirkung, Einstein-Gleichungen, Newtonscher Limes, Schwarzschild-Lösung;
- Gravitationswellen (Quellen, Propagarion, Messung);
- Kosmologie: Friedmann-Gleichungen, kosmologische Modelle, moderne Aspekte (Dunkle Materie, dunkle Energie);
- Relativistische Sterne (Tolman-Oppenheimer-Volkoff Gleichungen);
- Schwarze Löcher: geladene, rotierende, Penrose Diagramme;
- Ausblick in aktuelle Forschung und offene Probleme: exotische Lösungen (Gödel Raumzeit,
Zeitschleifen, Wormholes), Quantenfelder in gekrümmten Räumen, Quantengravitation.
- verantwortliche Lehrperson: Nikodem Szpak
Das Modul "Spektroskopischen Methoden in der Organischen Chemie" macht sich zum Ziel, die Studierenden zu befähigen, spektroskopische Daten so auswerten zu können, dass aus den gewonnenen Informationen eine Molekülstruktur ermittelt werden kann. Die Lehrveranstaltung besteht aus einer einstündigen Vorlesung, Übungsaufgaben und (in der Woche darauf) einer zweistündigen Übung, in der die Übungsaufgaben besprochen und Vorlesungsinhalte vertieft werden.
Zunächst werden die eindimensionale NMR-Spektroskopie, die Infrarot-Spektroskopie und die Massenspektrometrie behandelt - das dort gewonnene Wissen wird zur Lösung sog. "Kombinationsaufgaben" zur Strukturaufklärung einfacher Molekülstrukturen genutzt. Mit Hilfe der zweidimensionalen NMR werden weitere Informationen gewonnen; hinzu kommen ein vertiefter Blick in die Technik der Massenspektrometrie , eine Einführung in die CD-Spektroskopie sowie spezielle NMR-Methoden, die in den Essener Arbeitsgruppen genutzt werden.
Die Lehrveranstaltung lebt von der aktiven Beteiligung der Studierenden, die ihre Lösungen der Übungsaufgaben in der Übung präsentieren - für die Lösung der Kombinationsaufgaben und der 2D-NMR Aufgaben in Form eines kurzen Vortrages (PowerPoint, Acrobat o.ä.).
Das Modul wird mit einer zweistündigen Klausur abgeschlossen - der erste Termin liegt üblicherweise in der ersten Woche nach dem Sommersemester.
Die Übungen und Vorlesungen beginnen um 8 Uhr c.t. bzw. 10 Uhr c.t. im Raum S05 T05 B01; am 07.04.25 findet um 8 Uhr c.t. eine kurze Einführung in das Modul statt, danach beginnt die erste Vorlesung.
- verantwortliche Lehrperson: Felix Niemeyer
- verantwortliche Lehrperson: Torsten Schaller
Die Renaissance besaß gleichermaßen eine europäische wie eine regionale Dimension. In vielen Bereichen änderte sich zwischen dem 14. und dem 17. Jahrhundert das Leben der Menschen strukturell. Beispielhaft werden diese Entwicklungen für Norditalien behandelt. In diesem für europäische Verhältnisse durch ein sehr dichtes Nebeneinander miteinander konkurrierender Städte und Höfe geprägten Raum entstand eine enorme kulturelle, soziale, politische und ökonomische Dynamik, die auf ganz Europa ausstrahlte. Die verschiedenen Prozesse waren häufig in sich widersprüchlich: Einem neuen Antikenverständnis und einem Aufschwung der Bildung standen Ausgrenzungsstrategien gegenüber, politische Konkurrenz ermöglichte neuen sozialen Gruppen wie dem Stadtbürgertum den Aufstieg, führte aber auch zu Krieg und Gewalt, die Blüte der Kunst war eng verbinden mit Machtasymmetrien und diente nicht zuletzt Gewaltherrschern. In Norditalien finden sich diese Entwicklungen verdichtet und lassen damit besonders anschaulich beobachten.
- begleitende Lehrperson: Rieke Thiel
- verantwortliche Lehrperson: Jan-Hendryk de Boer
Im Jahr 1156 erscheint in einem Dokument aus Genua über ein Seehandelsunternehmen ein neues Wort: resicum. Es ist Stammvater unseres Wortes Risiko, wie auch von Risk, risque, rischio et cetera.
Das neue Wort indiziert die Entstehung eines neuen Dispositives im menschlichen Umgang mit der Ungewissheit der Zukunft, eine neue Hinwendung zur Unsicherheit als einem zurechenbaren und berechenbaren Wagnis. Sie war eine Reaktion auf die Chancen, die der Fernhandel zur See seit dem 12. Jahrhundert barg, aber auch auf seine Gefahren.
In der Vorlesung soll es darum gehen, wie diese Hinwendung entstand, sich entwickelte und was sie für die Gesellschaften urbaner Handelszentren im Italien des Spätmittelalters bedeutete.
- begleitende Lehrperson: Ivana Krenz
- verantwortliche Lehrperson: Benjamin Scheller

Sprachlern-Apps wie Duolingo, Babbel, Rosetta Stone oder Mango Language bieten die Möglichkeit, die Verständigungsformen fremder Sprachen kennenzulernen und über verschiedene Übungsformate Ausschnitte aus dem Wortschatz und grundlegende Satzbildungsmuster einzuüben. Ein Spieldesign mit Gamification-Elementen und Community-Funktionen, die zum eigenen Lernen und Üben motivieren sollen, spielen für den Erfolg dieser Apps eine wichtige Rolle. Eine Vielzahl an Sprachkursen steht mittlerweile auf diese Weise für das interaktive, übungsgestützte Selbstlernen zur Verfügung: von den großen Sprachen des indoeuropäischen Sprachraums wie Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Polnisch, Ukrainisch und Russisch über große Sprachen anderer Sprachfamilien (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Swahili, Türkisch, Arabisch) bis hin zu kleineren (Irisch, Katalanisch, Baskisch) und bedrohten Sprachen (Cherokee, Navajo, Hawaiianisch).
Für den Deutschunterricht bieten Sprachlern-Apps spannende Möglichkeiten für die Untersuchung sprachlicher Vielfalt und für den Sprachvergleich: Ausgehend vom entdeckenden Erkunden der Besonderheiten fremder Sprachen kann das Deutsche im Kontrast zu diesen Sprachen auf verschiedenen Ebenen der Sprachbeschreibung (Wortschatz, Morphologie, Syntax, Pragmatik, Aussprache, Schreibung) hinsichtlich seiner strukturellen und lexikalischen Charakteristika untersucht werden. Dabei können sowohl Sprachen in den Blick genommen werden, die für alle Schülerinnen und Schüler neu sind, als auch in der Schule gelernte Fremdsprachen (z.B. Englisch, Französisch, Spanisch, Latein) sowie Erst- und Zweitsprachen, über die Teile der Klasse bereits verfügen (z.B. Türkisch, Ukrainisch, Arabisch) und die als Ressourcen für den Sprachenvergleich aktiviert werden. Mit Sprachvergleichen dieser Art kann einerseits die Bewusstheit für sprachliche Strukturen im Deutschen gefördert und können andererseits Einsichten in sprachliche Vielfalt vermittelt werden, die an konkreten Sprachbeispielen erarbeitet werden.
In diesem Seminar werden wir in mehreren Explorationsphasen ausgewählte Sprachen mit der App Duolingo erkunden und Merkmale identifizieren, hinsichtlich derer sich diese Sprachen vom Deutschen unterscheiden. Anschließend werden wir die gewählten Sprachen systematisch anhand ausgewählter Merkmale mit dem Deutschen vergleichen und dazu Ideen für die didaktische Integration entsprechender Unterrichtseinheiten in den Deutschunterricht entwickeln. Das schließt eine Auseinandersetzung mit den curricularen Vorgaben für den Deutschunterricht (Bildungsstandards, Lehrpläne) im Kompetenzbereich "Sprache und Sprachgebrauch unteruschen" ein.
Neugier auf die Beschäftigung mit (z.T. völlig) fremden Sprachen und die Bereitschaft zum eigenständigen Experimentieren mit Sprachlern-Apps bilden ideale Voraussetzungen für die erfolgreiche Teilnahme am Seminar.
Für Studierende, die die Zusatzqualifikation 'Sprachbildung in mehrsprachiger Gesellschaft' (ZuS) erwerben, ist der erfolgreiche Besuch des Seminars zusätzlich zur Kreditierung in der Germanistik für den ZuS-Bereich C 'Unterrichtsfach und Sprache' anrechenbar.
- verantwortliche Lehrperson: Michael Beißwenger

Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundlagen der kontrastiven Linguistik. In der Begegnung mit verschiedenen Sprachen, die für alle Teilnehmenden gleichermaßen fremd sind, identifizieren wir 'Stolpersteine', die sich durch die intuitive Übertragung von Strukturannahmen über das Deutsche auf den Bau von Wörtern, Sätzen und kommunikativen Äußerungen in diesen Sprachen ergeben. Die damit verbundenen Irritationen darüber, dass diese fremden Sprachen offenbar anders 'funktionieren' als das Deutsche, nehmen wir anschließend unter unter linguistischer und sprachvergleichender Perspektive genauer unter die Lupe.
Im Fokus der Betrachtung stehen eine polynesische (Hawaiianisch) und eine keltische Sprache (Walisisch oder Irisch) sowie zwei sog. 'Kreolsprachen' (Haitianisch, Unserdeutsch), die wir unter Berücksichtigung ihrer typologischen Merkmale hinsichtlich ihres Wortschatzes, ihrer Semantik und der Prinzipien der Satzbildung untersuchen. Daneben werden wir auch auf ausgewählte Nachbarsprachen des Deutschen im europäischen Kontext (Englisch, Französisch, Spanisch u. a.) eingehen, die die Teilnehmenden in der Schule als Fremdsprachen kennengelernt haben, und deren Verwandtschaft innerhalb der indeoeuropäischen Sprachfamilie klären.
Die Sprachen werden von den Teilnehmenden anhand der App Duolingo erkundet, Irritationen und weitere Auffälligkeiten bei den Erkundungen werden in den Sitzungen zusammengetragen und protokolliert. Für die genauere Untersuchung ausgewählter Phänomene werden Grammatiken, sprachvergleichende Literatur sowie weitergehende Sprachbeispiele (kurze Texte, Transkripte) herangezogen.
- verantwortliche Lehrperson: Michael Beißwenger
Forschendes Lernen mithilfe digitaler Ressourcen und Modelle ist im naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe schon seit Jahren etabliert. Hingegen scheinen vergleichbare Einsatzszenarien von digitalen Werkzeugen für das forschend-entdeckende Lernen zu Sprache und Sprachgebrauch im Deutschunterricht noch kaum verbreitet zu sein, wenngleich inzwischen mächtige und gut nutzbare Ressourcen vorliegen: z. B. das „Digitale Wörterbuch der Deutschen Sprache“ (DWDS). In diesem Seminar erkunden, entwickeln und erproben Sie anhand konkreter Unterrichtsmodelle Chancen und Herausforderungen des forschenden Lernens mit dem DWDS vor dem Hintergrund der Ziele des Kompetenzbereichs „Sprache und Sprachgebrauch reflektieren“.
- verantwortliche Lehrperson: Thomas Bartz
Im Rahmen dieses Seminars werden wir ab dem 07.04.2025 exemplarisch am Forschungsbereich der Onomastik (der Namenforschung) Sprache in ihrer historischen Veränderlichkeit und betrachten. Wir werden diskutieren, ob Sprachwandelphänomene bestimmten Tendenzen folgen, werden diese Phänomene linguistisch und gesellschaftlich einordnen und auf allen linguistischen Beschreibungsebenen erarbeiten, welche Formen und Funktionen Eigennamen in Gesellschaft und Wissenschaft haben. Regelmäßig einzureichende kleinere schriftliche Aufgaben bilden neben der umfangreichen Lektüre und Diskussion der Fachliteratur die notwendige Basis, um Sie auf das Reflektieren und Argumentieren in der Modulabschlussprüfung vorzubereiten.
- verantwortliche Lehrperson: Yvonne Luft
Im Rahmen dieses Seminars werden wir ab dem 07.04.2025 exemplarisch am Forschungsbereich der Onomastik (der Namenforschung) Sprache in ihrer historischen Veränderlichkeit und betrachten. Wir werden diskutieren, ob Sprachwandelphänomene bestimmten Tendenzen folgen, werden diese Phänomene linguistisch und gesellschaftlich einordnen und auf allen linguistischen Beschreibungsebenen erarbeiten, welche Formen und Funktionen Eigennamen in Gesellschaft und Wissenschaft haben. Regelmäßig einzureichende kleinere schriftliche Aufgaben bilden neben der umfangreichen Lektüre und Diskussion der Fachliteratur die notwendige Basis, um Sie auf das Reflektieren und Argumentieren in der Modulabschlussprüfung vorzubereiten.
- verantwortliche Lehrperson: Yvonne Luft

Dies ist ein Praktikum für Lehramtsmaster Studierende. Wir werden uns mit Spurenstoffen beschäftigen. Dabei wollen wir klären, was Spurenstoffe sind, wie diese in die Umwelt gelangen und wie man sie aus dieser wieder entfernen kann. Wir werden mehrere Versuche durchführen um zum einen die Toxizität sichtbar zu machen und wir werden verschiedene Filtrationsversuche erarbeiten.
Alle Versuche sind so aufgebaut und angelegt, dass man diese mit Schülern im Unterricht durchführen kann.
- verantwortliche Lehrperson: Nadine Ruchter
- verantwortliche Lehrperson: Mark Schumann