Lehr-Moodle der Universität Duisburg-Essen
Suchergebnisse: 2161

Sprachlern-Apps wie Duolingo, Babbel, Rosetta Stone oder Mango Language bieten die Möglichkeit, die Verständigungsformen fremder Sprachen kennenzulernen und über verschiedene Übungsformate Ausschnitte aus dem Wortschatz und grundlegende Satzbildungsmuster einzuüben. Ein Spieldesign mit Gamification-Elementen und Community-Funktionen, die zum eigenen Lernen und Üben motivieren sollen, spielen für den Erfolg dieser Apps eine wichtige Rolle. Eine Vielzahl an Sprachkursen steht mittlerweile auf diese Weise für das interaktive, übungsgestützte Selbstlernen zur Verfügung: von den großen Sprachen des indoeuropäischen Sprachraums wie Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Polnisch, Ukrainisch und Russisch über große Sprachen anderer Sprachfamilien (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Swahili, Türkisch, Arabisch) bis hin zu kleineren (Irisch, Katalanisch, Baskisch) und bedrohten Sprachen (Cherokee, Navajo, Hawaiianisch).
Für den Deutschunterricht bieten Sprachlern-Apps spannende Möglichkeiten für die Untersuchung sprachlicher Vielfalt und für den Sprachvergleich: Ausgehend vom entdeckenden Erkunden der Besonderheiten fremder Sprachen kann das Deutsche im Kontrast zu diesen Sprachen auf verschiedenen Ebenen der Sprachbeschreibung (Wortschatz, Morphologie, Syntax, Pragmatik, Aussprache, Schreibung) hinsichtlich seiner strukturellen und lexikalischen Charakteristika untersucht werden. Dabei können sowohl Sprachen in den Blick genommen werden, die für alle Schülerinnen und Schüler neu sind, als auch in der Schule gelernte Fremdsprachen (z.B. Englisch, Französisch, Spanisch, Latein) sowie Erst- und Zweitsprachen, über die Teile der Klasse bereits verfügen (z.B. Türkisch, Ukrainisch, Arabisch) und die als Ressourcen für den Sprachenvergleich aktiviert werden. Mit Sprachvergleichen dieser Art kann einerseits die Bewusstheit für sprachliche Strukturen im Deutschen gefördert und können andererseits Einsichten in sprachliche Vielfalt vermittelt werden, die an konkreten Sprachbeispielen erarbeitet werden.
In diesem Seminar werden wir in mehreren Explorationsphasen ausgewählte Sprachen mit der App Duolingo erkunden und Merkmale identifizieren, hinsichtlich derer sich diese Sprachen vom Deutschen unterscheiden. Anschließend werden wir die gewählten Sprachen systematisch anhand ausgewählter Merkmale mit dem Deutschen vergleichen und dazu Ideen für die didaktische Integration entsprechender Unterrichtseinheiten in den Deutschunterricht entwickeln. Das schließt eine Auseinandersetzung mit den curricularen Vorgaben für den Deutschunterricht (Bildungsstandards, Lehrpläne) im Kompetenzbereich "Sprache und Sprachgebrauch unteruschen" ein.
Neugier auf die Beschäftigung mit (z.T. völlig) fremden Sprachen und die Bereitschaft zum eigenständigen Experimentieren mit Sprachlern-Apps bilden ideale Voraussetzungen für die erfolgreiche Teilnahme am Seminar.
Für Studierende, die die Zusatzqualifikation 'Sprachbildung in mehrsprachiger Gesellschaft' (ZuS) erwerben, ist der erfolgreiche Besuch des Seminars zusätzlich zur Kreditierung in der Germanistik für den ZuS-Bereich C 'Unterrichtsfach und Sprache' anrechenbar.
- verantwortliche Lehrperson: Michael Beißwenger
Was passiert mit Sprache, wenn sie ins Museum kommt? In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Sprache selbst musealisiert, konserviert, ausgestellt oder inszeniert wird – als historisches Objekt, Authentizitätsmarker, Fachsprache oder identitätsstiftendes Symbol.
Wir untersuchen, welche Rolle Dialekte, Regiolekte, Standardsprache, aber auch Fachsprachen (z. B. Bergbausprache, Handwerkssprache) in Museen und Ausstellungen spielen. Zudem analysieren wir sprachlich-diskursive Praktiken in musealen Kontexten: etwa in Audioguides, Infotafeln, Sonderausstellungen, Oral-History-Projekten, objektbegleitenden Texten oder interaktiven Medien.
Im Zentrum steht die Frage: Wie wird durch Sprache Vergangenheit repräsentiert – wer spricht dabei mit welcher Autorität über wen, wer kommt nicht zu Wort und was wird verschwiegen?
- verantwortliche Lehrperson: Evelyn Ziegler
Neben dem Lesen, Zuhören, Schreiben und Sprechen gehört die Reflexion über Sprache und ihre Grammatik zu den zentralen Kompetenzbereichen des Deutschunterrichts. Sprachliche Reflexions- und Urteilskompetenz stellt zugleich eine wichtige Voraussetzung für die Kompetenzentwicklung in den übrigen Lernbereichen dar. Trotzdem sind grammatische Themen in der Unterrichtspraxis der Sekundarstufe eher unterrepräsentiert und bei Schüler/-innen wie Lehrkräften unbeliebt. In diesem Seminar erkunden, entwickeln und erproben Sie Modelle der Reflexion über Sprache und Grammatik für den Deutschunterricht, bei denen die Einsichten in die Strukturen der Sprache und ihre Funktionen im Modus des entdeckenden bzw. handlungs- und produktionsorientierten Lernens gewonnen werden. Dabei werden Bedingungen und Chancen des gemeinsamen Lernens im inklusiven Deutschunterricht ebenso berücksichtigt wie Möglichkeiten und Grenzen interaktiver digitale Formate.
- verantwortliche Lehrperson: Thomas Bartz
- verantwortliche Lehrperson: Markus Grzella
Neben dem Lesen, Zuhören, Schreiben und Sprechen gehört die Reflexion über Sprache und ihre Grammatik zu den zentralen Kompetenzbereichen des Deutschunterrichts. Sprachliche Reflexions- und Urteilskompetenz stellt zugleich eine wichtige Voraussetzung für die Kompetenzentwicklung in den übrigen Lernbereichen dar. Trotzdem sind grammatische Themen in der Unterrichtspraxis der Sekundarstufe eher unterrepräsentiert und bei Schüler/-innen wie Lehrkräften unbeliebt. In diesem Seminar erkunden, entwickeln und erproben Sie Modelle der Reflexion über Sprache und Grammatik für den Deutschunterricht, bei denen die Einsichten in die Strukturen der Sprache und ihre Funktionen im Modus des entdeckenden bzw. handlungs- und produktionsorientierten Lernens gewonnen werden. Dabei werden Bedingungen und Chancen des gemeinsamen Lernens im inklusiven Deutschunterricht ebenso berücksichtigt wie Möglichkeiten und Grenzen interaktiver digitale Formate.
- verantwortliche Lehrperson: Thomas Bartz
Neben dem Lesen, Zuhören, Schreiben und Sprechen gehört die Reflexion über Sprache und ihre Grammatik zu den zentralen Kompetenzbereichen des Deutschunterrichts. Sprachliche Reflexions- und Urteilskompetenz stellt zugleich eine wichtige Voraussetzung für die Kompetenzentwicklung in den übrigen Lernbereichen dar. Trotzdem sind grammatische Themen in der Unterrichtspraxis der Sekundarstufe eher unterrepräsentiert und bei Schüler/-innen wie Lehrkräften unbeliebt. In diesem Seminar erkunden, entwickeln und erproben Sie Modelle der Reflexion über Sprache und Grammatik für den Deutschunterricht, bei denen die Einsichten in die Strukturen der Sprache und ihre Funktionen im Modus des entdeckenden bzw. handlungs- und produktionsorientierten Lernens gewonnen werden. Dabei werden Bedingungen und Chancen des gemeinsamen Lernens im inklusiven Deutschunterricht ebenso berücksichtigt wie Möglichkeiten und Grenzen interaktiver digitale Formate.
- verantwortliche Lehrperson: Thomas Bartz

Dieses BA-Seminar stellt zentrale Spracherwerbstheorien und ihre Terminologie vor. Sie erarbeiten im Seminar, unterstützt von Aufgaben, Lesetexten, Videos und praktischen Beispielen, ein Verständnis von unauffälligem und auffälligem / typischem und a-typischem Spracherwerb bei einsprachigen als auch mehrsprachigen Kindern.
Die Beispielfragen im Moodleraum vermitteln Ihnen, gemeinsam mit Präsenzeinheiten, relevante Informationen zur mündlichen Prüfung, zu der Sie sich in der 5.+6. Semesterwoche anmelden können (oder alternativ in den Folgesemestern).
In diesem Semester findet der Kurs vor Ort statt. Eine asynchrone Teilhabe ist nur nach vorheriger Absprache (und guter Begründung) möglich.
- verantwortliche Lehrperson: Judith Purkarthofer

Thema: Theorien und Methoden der Spracherwerbsforschung; unauffälliger und auffälliger, einsprachiger und mehrsprachiger Spracherwerb.
- verantwortliche Lehrperson: Ilka Fladung

Thema: Theorien und Methoden der Spracherwerbsforschung; unauffälliger und auffälliger, einsprachiger und mehrsprachiger Spracherwerb.
- verantwortliche Lehrperson: Ilka Fladung

Thema: Theorien und Methoden der Spracherwerbsforschung; unauffälliger und auffälliger, einsprachiger und mehrsprachiger Spracherwerb.
- verantwortliche Lehrperson: Ilka Fladung

Worum geht es in diesem Seminar?Internetbasierte Kommunikation bezeichnet die Kommunikation auf der Grundlage von Kommunikationstechnologien, die die Infrastruktur des Internets als technische Basis nutzen. Den Kernbereich der internetbasierten Kommunikation bilden Formen der dialogischen Kommunikation, bei denen die Beteiligten zwischen Rezipienten- und Produzentenrollen wechseln können und die (häufig schriftlichen) Kommunikate von ihren Produzent:innen als Beiträge zu einer interaktionalen, sequenziell organisierten Kommunikationsstruktur konzipiert sind. Bekannte Formen internetbasierter Kommunikation sind Chats und Online-Foren, die Kommunikation über Messaging-Dienste wie WhatsApp oder Signal, in sozialen Netzwerken (z. B. Instagram, TikTok) aber auch mündliche, über Audio- und Videoconferencing-Software (z. B. Discord, Teamspeak, Zoom) vermittelte Gespräche mit der für sie charakteristischen 'Telepräsenz' der Beteilgten. Typischerweise kommunizieren Menschen über das Internet in den (in aller Regel wenigen) Sprachen, die sie in ihrem privaten und beruflichen Alltag gewohnheitsmäßig gebrauchen. Als Ganzes stellen das Internet und die über seine Infrastruktur verfügbaren Kommunikationsanwendungen aber einen globalen Kommunikationsraum dar, in dem in sehr vielen der 6.000 bis 7.000 Sprachen der Welt kommuniziert wird — dies aber unter vergleichbaren soziotechnischen Rahmenbedingungen (Affordanzen). Das macht die internetbasierte Kommunikation zu einem gleichermaßen spannenden wie innovativen Untersuchungsgegenstand auch für die sprach- und kulturkontrastive linguistische Forschung. Für die Sprachen Deutsch und Englisch, die in den vergangenen 25 Jahren besonders intensiv hinsichtlich Ihres Gebrauchs in der internetbasierten Kommunikation beforscht wurden, hat die Linguistik gezeigt, dass die sprachlichen und kommunikativen Praktiken in internetbasierter Kommunikation einen Sprachwandel ausgelöst haben, in dessen Rahmen Schrift im großen Stil zur Trägerin spontaner, interaktional konzipierter Alltagskommunikation geworden ist. Als Resultat davon ist der schriftliche Sprachgebrauch in Chats, Messengern und Social-Media-Apps geprägt durch eine Orientierung an den Anforderungen und Zwecken der Interaktion und durch eine Orientierung an der gesprochenen Umgangssprache ('interaktionsorientiertes Schreiben'). Weitere sprachliche Besonderheiten betreffen die Adaption von Mitteln der multimodalen Textgestaltung und die Integration von Bildzeichen (z. B. Emojis, GIFs und Stickern) und der graphischen Gliederung geschriebener Sprache (Interpunktionszeichen) für die Zwecke der Interaktionsgestaltung. Sprachkontrastiver Fokus:Im Fokus dieses Seminars steht die vergleichende Untersuchung sprachlicher und multimodaler Merkmale internetbasierter Kommunikation im Deutschen und in anderen Sprachen. Die Auswahl der Kontrastsprachen richtet sich nach den Sprachen, über die die Teilnehmenden als Familien- oder Fremdsprachen verfügen und in denen sie über fortgeschrittene Kompetenzen verfügen. Zunächst erarbeiten sich die Teilnehmenden im Seminar Grundlagenwissen zu linguistischen Konzepten, die für die Erforschung von Sprache in der internetbasierten Kommunikation benötigt werden. Dies geschieht vor allem im Selbststudium anhand des bei erschienenen Einführungsbuchs von Beißwenger et al. (2025), das über Primo in der E-Book-Version zugänglich ist (s.u.). Darauf aufbauend werden die Teilnehmenden in Projektgruppen Daten internetbasierter Kommunikation zu einer Reihe von Sprachen erheben, auf die wir uns zuvor verständigt haben. Ziel ist der gemeinsame Aufbau eines mehrsprachigen Datensets, das um analyserelevante Metadaten angereichert ist und das wir anschließend für die sprachkontrastive Analyse zu ausgewählten sprachlichen Phänomenen und Praktiken nutzen werden. |
- verantwortliche Lehrperson: Michael Beißwenger
- verantwortliche Lehrperson: Sarah Steinsiek
- verantwortliche Lehrperson: Yinglei Zang
Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundlagen der kontrastiven Linguistik. In der Begegnung mit verschiedenen Sprachen, identifizieren wir ‚Stolpersteine‘, die sich durch die intuitive Übertragung von Strukturannahmen über das Deutsche auf den Bau von Wörtern, Sätzen und kommunikativen Äußerungen in diesen Sprachen ergeben. Die damit verbundenen Irritationen darüber, dass diese fremden Sprachen offenbar anders ‚funktionieren‘ als das Deutsche, nehmen wir anschließend unter unter linguistischer und sprachvergleichender Perspektive genauer unter die Lupe.
Im Fokus der Betrachtung stehen deshalb – ganz bewusst – Sprachen, die für alle Teilnehmenden gleichermaßen fremd sind und die sich vom Deutschen typologisch deutlich unterscheiden, sodass die strukturellen Differenzen zum Deutschen bereits im Rahmen erster Erkundungen unmittelbar ins Auge springen. Die betreffenden Sprachen werden von den Teilnehmenden zunächst eigenständig anhand von Leitfragen anhand der Sprachlern-Apps Duolingo, 'Ōlelo und Ling erkundet. Die dabei festgestellten Auffälligkeiten und Irritationen werden anschließend in Form gemeinsamer, angeleiteter Analysen von Sprachbeispielen (Sätze, einfache Textbeispiele mit Hilfestellungen) in den Seminarsitzungen systematisiert und in ihrer spezifischen Differenz zum Deutschen linguistisch beschrieben. Dazu werden wir einerseits auf grammatisches Analysewissen zum Deutschen und andererseits auf Nachschlagewerke und Strukturbeschreibungen zu den betrachteten Sprachen zurückgreifen.
Die folgenden Sprachen stehen im Fokus der sprachkontrastiven Erkundungen und Analysen:
- zwei polynesische, ozeanische Sprachen aus der austronesischen Sprachfamilie: das Hawaiianische (= die Sprache der Ureinwohner der Inselkette Hawaii) und das mit ihm verwandte Maori (= die Sprache der indigenen Bevölkerung Neuseelands)
- zwei keltische Sprachen aus der indoeuropäischen Sprachfamilie: das Irische und das mit ihm verwandte Walisische
- zwei nordgermanische Sprachen, die wie u. a. das Deutsche, Niederländische und Englische dem germanischen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie angehören: das Norwegische und das mit ihm verwandte Isländische
In unserer Beschäftigung mit diesen Sprachen werden wir vom genetisch Unterschiedlichsten und deshalb als (zunächst) besonders ‚fremdartig‘ Anmutenden (= polynesische Sprachen) zum genetisch dem Deutschen Verwandten (= keltische Sprachen) und nah Verwandten (= nordgermanische Sprachen) vorgehen.
Die betrachteten Sprachen werden jeweils anhand ausgewählter Phänomene auf den linguistischen Beschreibungsebenen Phonologie/Graphematik, Morphologie, Syntax und Lexik/Semantik im Vergleich mit dem Deutschen (und partiell auch dem Englischen) untersucht. Daneben werden wir punktuell auch weitere Sprachen in unsere sprachvergleichenden Untersuchungen einbeziehen, die die Teilnehmenden in der Schule oder im Rahmen ihres Studiums als Fremdsprachen kennengelernt haben (Französisch sowie ggf. Spanisch, Latein) oder die sie als Erst- oder Zweitsprache selbst in die Seminardiskussion einbringen.
- verantwortliche Lehrperson: Michael Beißwenger

Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundlagen der kontrastiven Linguistik. In der Begegnung mit verschiedenen Sprachen, die für alle Teilnehmenden gleichermaßen fremd sind, identifizieren wir 'Stolpersteine', die sich durch die intuitive Übertragung von Strukturannahmen über das Deutsche auf den Bau von Wörtern, Sätzen und kommunikativen Äußerungen in diesen Sprachen ergeben. Die damit verbundenen Irritationen darüber, dass diese fremden Sprachen offenbar anders 'funktionieren' als das Deutsche, nehmen wir anschließend unter unter linguistischer und sprachvergleichender Perspektive genauer unter die Lupe.
Im Fokus der Betrachtung stehen eine polynesische (Hawaiianisch) und eine keltische Sprache (Walisisch oder Irisch) sowie zwei sog. 'Kreolsprachen' (Haitianisch, Unserdeutsch), die wir unter Berücksichtigung ihrer typologischen Merkmale hinsichtlich ihres Wortschatzes, ihrer Semantik und der Prinzipien der Satzbildung untersuchen. Daneben werden wir auch auf ausgewählte Nachbarsprachen des Deutschen im europäischen Kontext (Englisch, Französisch, Spanisch u. a.) eingehen, die die Teilnehmenden in der Schule als Fremdsprachen kennengelernt haben, und deren Verwandtschaft innerhalb der indeoeuropäischen Sprachfamilie klären.
Die Sprachen werden von den Teilnehmenden anhand der App Duolingo erkundet, Irritationen und weitere Auffälligkeiten bei den Erkundungen werden in den Sitzungen zusammengetragen und protokolliert. Für die genauere Untersuchung ausgewählter Phänomene werden Grammatiken, sprachvergleichende Literatur sowie weitergehende Sprachbeispiele (kurze Texte, Transkripte) herangezogen.
- verantwortliche Lehrperson: Michael Beißwenger
- verantwortliche Lehrperson: Nicole Justus
- verantwortliche Lehrperson: Heike Roll
Ziel des Seminars ist es, einen Einblick in die sprachlichen
Anforderungen anerkannter Ausbildungsberufe nach Berufsbildungsgesetz
(BBiG) und Handwerksordnung (HwO) zu erhalten. Dabei werden ausgewählte
Ordnungsmitteln berufsbildender Schulen und ausbildungsberechtigter
Betriebe (z.B. Rahmenlehrpläne für den berufsbezogenen Unterricht;
Ausbildungsordnungen; Berufsbild) sowie wissenschaftliche Befunde über
Sprachüberzeugungen des Ausbildungspersonals in den Blick genommen.
Darauf aufbauend erarbeiten sich die Studierenden wichtige sprachliche
Anforderungen des Ausbildungsprozesses. In einem weiteren Schritt sollen
praxisorientierte Fördermöglichkeiten ausgewählter Aspekte des
Spracherwerbs an beiden Lernorten – Berufsschule und Ausbildungsbetrieb –
aufgezeigt werden.
- verantwortliche Lehrperson: Christoph Chlosta
- verantwortliche Lehrperson: Milena Minova
Sprachliche Normen sind sozial vereinbarte, von der Sprachgemeinschaft ausgehandelte kommunikative Regeln, Muster bzw. Konventionen. Ihre Einhaltung ist mit bestimmten Erwartungen verbunden; umgekehrt werden Abweichungen von der Norm sanktioniert.
Im Seminar befassen wir uns mit unterschiedlichen Normkonzepten insbesondere im Bereich Orthographie und Grammatik, dem Geltungsbereich sprachlicher Normen im Spannungsverhältnis von Variation und Wandel sowie mit unterschiedlichen Norminstanzen. Darüber hinaus nehmen wir verschiedene Anwendungsfelder in den Blick und reflektieren die Rolle sprachlicher Normen im schulischen Kontext des Deutschunterrichts.
- verantwortliche Lehrperson: Ilka Lemke
Sprachliche Zweifelsfälle im Spannungsfeld von Norm, System und Dynamik
Sprachliche Zweifelsfälle entstehen, wenn Sprecher:innen unsicher sind, welche Variante einer Äußerung als standardsprachlich korrekt gilt. Diese Unsicherheiten spiegeln nicht nur individuelle Momentaufnahmen wider, sondern gehen auf Variation und Wandel im Sprachsystem zurück. Obwohl sich die Zweifelsfallthematik in der Sprachwissenschaft großer Beliebtheit erfreut, lädt die Beschäftigung mit ihr auch aus theoretischer Perspektive zur kritischen Auseinandersetzung ein: Fragen, denen wir im Seminar nachgehen werden, lauten etwa: Lässt sich jede Form von Variation als Zweifelsfall beschreiben? Wiegt der (individuelle) Zweifel oder die standardsprachliche Korrektheit als Kriterium bei der Ermittlung von Zweifelsfällen schwerer? Welche Impulse liefert die empirische Erfassung von Zweifelfallphänomenen für die linguistische Theoriebildung?
- verantwortliche Lehrperson: Ilka Lemke
Im Rahmen dieses Seminars werden wir ab dem 07.04.2025 exemplarisch am Forschungsbereich der Onomastik (der Namenforschung) Sprache in ihrer historischen Veränderlichkeit und betrachten. Wir werden diskutieren, ob Sprachwandelphänomene bestimmten Tendenzen folgen, werden diese Phänomene linguistisch und gesellschaftlich einordnen und auf allen linguistischen Beschreibungsebenen erarbeiten, welche Formen und Funktionen Eigennamen in Gesellschaft und Wissenschaft haben. Regelmäßig einzureichende kleinere schriftliche Aufgaben bilden neben der umfangreichen Lektüre und Diskussion der Fachliteratur die notwendige Basis, um Sie auf das Reflektieren und Argumentieren in der Modulabschlussprüfung vorzubereiten.
- verantwortliche Lehrperson: Yvonne Luft